Drei große Jubiläen im Erzgebirge

Bundesbahn, Reichsbahn und Co
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Sound4EEP
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Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#1 Beitrag von Sound4EEP »

Hallo zusammen!

Ich habe jetzt ein langes Wochenende hinter mir. Denn es wurde viel gefeiert:

-> 125 Jahre Fichtelbergbahn, Schmalspurbahn Cranzahl - Kurort Oberwiesenthal

-> 150 Jahre (Chemnitz-) Annaberg-Buchholz - Vejprty (Weipert)

-> 150 Jahre Chomutov (Komotau) - Křimov (Krima) - Reitzenhain (bis 1972) und Křimov - Vejprty.

Tag 1: 13.08.2022

Es war auf deutscher und tschechischer Seite einiges geboten. Zuerst wollten wir den Sonderzug von Prag nach Vejprty in Křimov besuchen. Diese Station war früher Trennungsbahnhof. Heute liegt er irgendwo im Nirgendwo. Hier hat sich in der ehemaligen Lokeinsatzstelle mit Lokschuppen der ehemaligen Buschtěhrader Eisenbahn (BEB) der Verein "společnost LOKO-MOTIV" eine tolle Sammlung verschiedenster Fahrzeuge aufgebaut.

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verschiedene Personen- und Güterwagen. Als erstes steht ein fragmentöser Klappdeckelwagen

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Auch Postwagen finden sich hier, zu erkennen an dem (verblichenen) blauen Streifen

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Flachwagen mit Hauben einer Diesellok die im Schuppen repariert wird.

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Vor dem Heizhaus finden sich u.a. ein "Sparschwein" der BR T211.0......

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...und eine Dampflok der BEB genauer die 414.407 (ex kkStB 175.07), genannt "Pulvermühle". Nur noch zwei Loks dieser Baureihe haben überlebt. Gebaut wurde diese Lok 1896 bei StEG in Wien, hat eine Leistung von 456 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von nur 35km/h.

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Fahrwerk der 414.407

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Im Schuppen steht noch ein "Sparschwein" - die T211.0608. Diese Lok ist betriebsfähig. Ebenfalls betriebsfähig ist der Triebwagen "Hurvínek" M131.1513, dieser war nicht da, da er Pendelzüge zwischen Vejprty, Chomutov und Klášterec nad Ohří (Klösterle an der Eger) gefahren hat. Diesen Triebwagen haben wir leider am Samstag verpasst. Daginter steht ein Personenwagen der Gattung Balm, dazu aber später mehr.

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rechts angeschnitten die T234, deren Hauben auf dem draußen stehenden Flachwagen verweilen. Dahinter ein echtes Schätzchen: Der Turmtriebwagen M125.485. Gebaut wurde er 1935 bei der Kopřivnická vozovka (Nesselsdorfer Wagenbau-Fabriks-Gesellschaft), Höchstgeschwindigkeit sind 45km/h. Besonderheit ist, dass der Lokführer oben im Turm seinen Platz hat.

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Oberleitungsreparaturwagen M131.2070 auf Basis eines "Hurvínek", gebaut 1950 bei TATRA Kopřivnice, Vagonka Studénka, Umbau zum ORT 1978, zuletzt beheimatet im Bahnbetriebswerk Břeclav

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Direkt hinter dem ORT steht auch noch ein ehemaliger Eilzugwagen der Deutschen Reichsbahn. Dieser Wagen wird nach 1945 in der CSSR geblieben sein.

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Kommen wir nun zum Sonderzug aus Prag. Etwas aus dem Bahnhof Křimov raus habe ich Stellung bezogen. Der "Schuss" war wegen des Lichts nicht optimal

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nochmals abgedrückt bei der Einfahrt in Vejprty.

In Vejprty hab es dann die Möglichkeit, schöne Detailfotos anzufertigen.

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"Bardotka" T478.2008 mit ihrem aus Wagen der Gattung Balm bestehenden Zuges

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Seitenansicht eines Balm-Wagen

Danach wurde wieder auf die deutsche Seite gewechselt. Zwischen Vejprty und Bärenstein ist es nur ein Schritt, gäbe es die Grenze nicht, man könnte denken, es wäre eine Stadt. Erstmal das Sehmatal hoch bis nach Kretscham-Rothensehma zur Fichtelbergbahn und an der Einfahrt Stellung bezogen. Der Abschnitt Vierenstraße - Kretscham ist mit 33 Promille der steilste auf der Strecke, entsprechend ist hier die Soundkulisse.

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99 741 erklimmt donnernd mit ihrem Zug die Steigung

Zwischenzeitlich begann ein äußerst ekelhafter Sprühregen auf dem Weg nach Vierenstraße. Aber das sollte nicht zu meinem Nachteil sein, förderte er doch die Lichtstimmung und natürlich die Rauchentwicklung.

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IV K 99 608 und VI K 99 713 (beide SDG) mit dem Reichsbahn-Sonderzug unter Volldampf zwischen Vierenstraße und Kretscham-Rothensehma in starker Steigung.

Etwas später wechselte ich den Standpunkt oberhalb von Kretscham-Rothensehma.

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99 772 mit ihrem Regelzug in Richtung Niederschlag. Selbiger kam auch noch etwas von oben, ich saß aber geschützt unter einem Laubbaum.

Weiter gehts nach Neudorf. Neudorf - oder wie wir sagen "Neidurf" - liegt mittig zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal. Hier sind wir voll im "Suppenland" und natürlich ist Neudorf die Heimat eines ganz besonderen Charakters: Jürgen Huss und sein "Karz'l"

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überall im Ort weist 's Karz'l den Weg zu sich

Daneben befindet sich, von meinem Kumpel Mike die Eisenbahntechnische Schauanlage Neudorf/Erz, am Bimmelbahn-Lehrpfad gelegen.

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Foto: © Mike Robeck-Jokisch

Wer mehr dazu wissen möchte, folgt dem Link

Zurück ans Gleis:

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99 741 beschleunigt ihren Zug aus Neudorf gen Vierenstraße heraus

Danach wurde nach Cranzahl gewechselt

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99 713 rangiert mit ihrem Zug, auch die Güterwagen im Hintergrund machen einen guten Eindruck. Danach fährt sie an die Kohle, wo schon 99 608 wartet. 99 772 wird noch dazu kommen.

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Blick von der Bahnhofsausfahrt Cranzahl Richtung Bärenstein/Vejprty. 99 608, 99 713 und 99 772 stehen aufgereiht an der Kohle. Rechts steht eine Bundesbahn-V90 mit dem Sonderzug aus Schwarzenberg, dazu mehr im zweiten Teil.

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Abschluss des Tages (gegen 17:45 Uhr) bildete die Rückfahrt des Sonderzuges aus Vejprty zurück nach Prag. "Bardotka" T478.2008 muss an der Station Vejprty Zastavka (Weipert Haltepunkt) an einem unbeschrankten Übergang langsam ranfahren und beschleunigt dann mit einem wuchtigen 2-Takt-Schiffsdieselsound in die Steigung.

Nun ging es zufrieden noch 2 Stunden durch die Tschechische Republik nach Hause. Als Zugabe hier noch ein Bild eines Schneepfluges im Bahnhof Nejdek (Neudeck), wo kurz Rast gemacht wurde.

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Ich hoffe, euch hat der Bilderbogen gefallen. Wie immer sind Touristik-Tipps enthalten, denn einen Besuch ist hier immer wert! Die beiden Filme zu den Bildern reiche ich im Laufe der Tage hier nach.

VG Mirko

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Sound4EEP
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Re: Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#2 Beitrag von Sound4EEP »

Bis zur Fertigstellung des Beitrages zu Tag 2 möchte ich euch mal Eisenbahn-Offtopic ein paar Bilder von der Anreise vom Erzgebirgskamm auf tschechischer Seite zeigen. Diese Strecke bin ich selbst noch nicht gefahren bzw nur per Schiene an einigen Orten vorbei gekommen.

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Blick auf Horní Blatná - Bergstadt Platten. Gelegen auf 902 m ü NN auf einem Hochplateu und zählt zu den am besten erhaltenen Bergstadtanlagen des 16. Jahrhunderts im böhmischen Erzgebirge. Die Stadt steht seit 1992 als kostbar erhaltenes Beispiel einer planmäßig gegründeten Bergstadt in weiten Teilen unter Denkmalschutz. Nicht weit ist es bis Johanngeorgenstadt. Horní Blatná hat hat einen Bahnhof an der Strecke Johanngeorgenstadt - Karlovy Vary (Karlsbad).

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Überall ist viel Landwirtschaft. Kuhweiden samt Milchvieh allerorten... hier bei Horní Blatná.

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Blick auf Boží Dar - Gottesgab. Der Grenzort auf 1028 m ü NN ist überregional bekannt, hier lebte und starb unser berühmter Volks- und Heimatdichter Anton Günther, sowie der Skispringer und Bundestrainer Ewald Roscher (1927-2002), der damals in den 80er Jahren den Springer Dieter Thoma in diesem Sport groß machte. Links ist der Božídarský Špičák (Gottesgaber Spitzberg) zu sehen, der 1113m hoch ist.

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Einmal die Kamera um 90 Grad geschwenkt blicken wir auf den Grenzübergang Boží Dar/Oberwiesenthal. Im Hintergrund der Südhang des 1215m hohen Fichtelberges. Dem gegenüber (hier im Rücken befindlich) befindet sich der 1243 m hohe Klínovec (Keilberg), seines Zeichen höchster Berg des Erzgebirges. Im Wald entschwindet die Straße von Oberwiesenthal über Tellerhäuser, Ehrenzipfel, Rittersgrün und Pöhla entweder nach Breitenbrunn oder Schwarzenberg.

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Blick von Keilberg-Passstraße ins Egerbecken. Von der auf knapp 1200 m hoch gelegenen Straße blickt man ins Tal auf die 447 m ü NN gelegene Stadt Karlovy Vary (Karlsbad). Hier zeigt sich die Mächtigkeit des Erzgebirges, das ein Pultgebirge ist.

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Ein letzter Blick vom Keilberg aus. Im Tal liegt das mächtige Kohlekraftwerk in Kadaň. Etwas dahinter eine Nebelbank, dort befindet sich Chomutov (Komotau). Rechts daneben erkennt man als silbriges Band den bereits gefluteten Großtagebau von Chomutov.

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Noch weiter in der Ferne kann man noch etwas Die Rauchschwaden des Kraftwerks in Třebušice bei Most erkennen, links davon der 539m hohe Berg Bořeň (in Form einer Pyramide) bei Želenice nad Bílina. Von da aus ist es nicht mehr weit bis nach Usti nad Labem.

Das soll's erstmal für zwischendurch gewesen sein.

VG Mirko

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Sound4EEP
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Re: Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#3 Beitrag von Sound4EEP »

Nun schon einmal viel Spaß mit dem ersten Teil von "Eisenbahn-Sommer im Erzgebirge"
VG Mirko

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Branderjung
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Re: Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#4 Beitrag von Branderjung »

Hallo Mirko,
großes Kino, tolle Fotos hast du gemacht, Video läuft bei mir nicht. :-)

Danke und viele Grüße

Herbert
Win 10, 64Bit System, 1 TB Festplatte, AMD Phenom (tm) IIx4 965 Processor, Grafikkarte NVIDIA Geforce GTX650, 8GB Ram.

EEP5 - Plugin 1 bis 5, EEP6, EEP6.1, EEP Manager 1.1Pro
Pressnitztalbahn, Ostkreuz, Selfkantbahn, u.a.

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Re: Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#5 Beitrag von Sound4EEP »

Hallo Herbert!

Danke für die "Blumen" :daho Ein bisschen "Heimatkunde" und touristische Werbung dürfen ja sein, unseren Usern evtl ein nächstes Urlaubsziel anbieten.

@all: Falls der Link oben nicht funktioniert - hier der Direktlink zum Video

https://www.youtube.com/watch?v=u9HeNArAEac

VG Mirko

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wuvkoch
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Re: Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#6 Beitrag von wuvkoch »

Hallo Mirko
also die Bilder und Dein Video machen richtig Spaß.
Eigentlich müßte man sich sofort auf den Weg machen Deine Reise
nach zu fahren, um die fotografischen Eindrücke live nach zu vollziehen.
ganz tolle Arbeit Mirko , danke für´s zeigen
Olaf
EEP _ Stammtisch Duisburg/NRW
Das aktuelle Projekt
viewtopic.php?f=4&t=3659

Hinweis:
Dieser Beitrag kann Tippfehler enthalten. Allerdings sind diese im Allgemeinen unbedenklich und dienen letztlich lediglich der Kurzweil entsprechender Sucher. Wer also solche findet,kann sie gern für sich behalten

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Sound4EEP
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Re: Drei große Jubiläen im Erzgebirge

#7 Beitrag von Sound4EEP »

Grüßt euch!

Danke schon mal für eure positiven Kritiken! Das freut mich sehr, wenn es euch gefällt.

So, nun kommen wir zum 2. Teil, alles am Sonntag, 14.08. entstanden.

Gegen 8 Uhr ging es los, wollte ich doch punktlich kurz vor 9.30 Uhr in Markersbach - wir sagen nur "de Miebe" - sein. Der Zug fährt aus Richtung Schwarzenberg und Grünstädtel kommend ein. Der Bahnhof liegt im Tal. Genau im Tal der Großen Mittweida (Fluss) gegenüber liegt das Markersbacher Viadukt - oder wie wir sagen "de Streichholzbrück". Auch interessant im Ort ist das Markersbacher Pumpspeicherwerk.

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290 189-0 hat mit ihrem Zug Markersbach erreicht. Der Zug muss nun in einer steigungsreichen Kehrschleife den Ort umfahren um auf das Viadukt zu kommen. Seit jeher ein Kampf für die Lokpersonale, ihre angehängten Tonnagen da hoch und weiter gen Scheibenberg und Schlettau zu wuchten.

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Das 36,5 m hohe und 236,5 m lange Gerüstpfeilerviadukt wurde von 1887 bis 1889 unter Leitung der Ingenieure und königlich sächsischen Baubeamten Claus Koepcke und Hans Manfred Krüger errichtet, um ein Seitental der Großen Mittweida zu überqueren. Ob mit Dampf oder Diesel - Es ist immer eine Schau, die Überfahrt zu beobachten. An der Brücke gegenüberliegenden Hang, mein Standpunkt, befindet sich ein extra Aussichtspunkt mit Parkplätzen dafür. Vor den Häusern am unteren Bildrand führt die Strecke nach rechts in die Kehrschleife.

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Der Zug fährt nun über Scheibenberg und den (Museumsbahnhof) Schlettau und kommt am ehemaligen Trennungsbahnhof Walthersdorf an. Hier zweigte bis 1997 die Bahnstrecke Walthersdorf - Crottendorf ob Bf ab. Bekannt wurde diese Strecke als letztes Einsatzgebiet der Baureihe 86 Ende der 80er Jahre von Aue bzw Annaberg-Buchholz Süd aus. Dicht an den Häusern in Crottendorf vorbei, schlängelte sich die Bahn durchs Tal bergauf. Leider stillgelegt, abgerissen und Radweg drauf geteert. Heute wäre diese Strecke wohl die schönste Museumsnebenbahn überhaupt. In Walthersdorf selbst erinnern am Museum ein Packwagen in DRG-Form sowie ein G10 im Aussehen der Königl. Sächsischen Staatsbahn an einst glorreichere Zeiten.

Wer hierzu auf eine Zeitreise gehen möchte, dem sei dieser Film ans Herz gelegt: Eisenbahn-Romantik - Wintermärchen mit der Dampfeisenbahn

Kommen wir wieder zur kleinen Bahn. Ortswechsel nach Oberwiesenthal.

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99 741 kommt schleudernd mit ihrem Zug über das Hüttenbachviadukt gedonnert. Die Züge waren alle auch proppevoll und die Loks mit ihren 600PS an der Leistungsgrenze bzw auch darüber.

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Blick zum Lokschuppen und Lokwerkstatt Oberwiesenthal. Hier werden alle Loks der SDG von allen drei Strecken gewartet und hauptuntersucht. Rechts ein Kessel einer IV K - der ist von unserer vereinseigenen Lok 99 585, die bis in die 2040er Jahre bei der Schwarzbachbahn ausgeliehen ist und die die Lok auch aufarbeiten (lassen).

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99 786 steht normalerweise in Cranzahl als Schauobjekt. Da aber der Zahn der Zeit an ihr genagt hat, bekam sie in den letzten Monaten eine optische Auffrischung. Links steht 99 775, die in den kommenden Monaten einer Hauptuntersuchung unterzogen wird.

Dahinter stand die Schwesterlok 99 785, die aber nicht fotogen gestellt war...

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...sodass ich euch nur einmal einen Blick in ein neues Führerhaus präsentiere. Sie hat erst dieser Tage die Warmdruckprobe erfolgreich bestanden, sodass nun das Triebwerk komplettiert werden kann und bald, nach Probe-, Lastprobe- und Abnahmefahrt, die Inbetriebnahme erfolgen kann.

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Die L45H 199 083, eine rumänische Diesellok aus dem Hause FAUR. Die SDG verfügt über zwei dieser Loks.

Als wir wieder auf dem Weg zum Parkplatz waren...

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...kam 99 772 mit ihrem Zug eingefahren, einmal das Hüttenbachviadukt im Ganzen.

Nun ging es für uns zwei Stationen talwärts nach Hammerunterwiesenthal.

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Wir nahmen unsere Plätze in einer Wiese ein und schon kam 99 713 eingefahren. Sie muss hier auf 99 772 warten. Zugkreuzung!

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Kurz darauf und natürlich mit Fotowolke kam auch schon 99 772 eingefahren und hielt an der Trapeztafel an um auf Erlaubnis zur Einfahrt in den Bahnhof zu bekommen. Kurze Zeit darauf startete die VI K 99 713 klangvoll Richtung Unterwiesenthal bzw Oberwiesenthal. Das aber wird nur im Video zu sehen sein.

Nun wanderten wir ans andere Ende des Bahnhofs und....

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...erwarteten 99 741 bei der steigungsreichen Einfahrt. Bis in die 80er Jahre wurde hier Rollwagenverkehr bis Hammerunterwiesenthal durchgeführt. Aber das ist schon lange vorbei. Heute werden die beiden zu sehenden Rollwagen zu Fotosonderzügen eingesetzt.

letzter Standortwechsel an der Fichtelbergbahn: Ausfahrt Vierenstraße

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99 713 kommt soeben mit ihrem Zug aus Kretscham-Rothensehma ins Tal gerollt. Sie wird in Kürze in Neudorf mit 99 772 kreuzen.

Finale am Berg

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99 772 wuchtet mit einem sattem Sound ihren Zug in die 33 Promille-Steigung. Der Boden bebt, der Wald wackelt!

Nun verabschieden wir uns von der kleinen Bahn und wenden uns noch einmal der großen Bahn zu. In Annaberg-Buchholz Süd war eine Ausstellung, eigtl schon vorbei und geschlossen, aber dank Vitamin B haben wir nochmal gucken dürfen.

111 002-2 der Leipziger DampfKultur (LDK) kam frisch aus der Untersuchung und hatte ihre Jungfernfahrt von Leipzig nach Annaberg Süd.

Der NE81-Steuerwagen "LISA" (ex Triebwagen) von Thales gehört zur SCRR - Smart Rail Connective Campus. Hier geht es vom Autonomen Fahren von Zügen, über Teststudien zu 5G und Fernsteuerung von Zügen und vieles weitere mehr. Sehr interessante Forschungsgebiete, ich konnte mich da mit einem Mitarbeiter unterhalten und hab nur gestaunt, wie weit man mittlerweile damit ist! Wenn der NE81 fertig ist, gibt es eine vollkommen videoüberwachte Fahrt, die von Duisburg aus gesteuert wird, quasi der Triebwagen wird zur "Drohne". Eisenbahn der Zukunft eben. Als Triebwagen fungiert dann der bauartgleiche NE81-Triebwagen "LUCY".

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Das soll es vom Bilderbogen erstmal gewesen sein. Ich hoffe, er hat euch wieder gut gefallen wie der erste Beitrag.

Nun noch das Wichtigste das Video: Eisenbahn-Sommer im Erzgebirge 2022 - Teil 2


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Nun endet der Beitrag meinerseits stilvoll mit einem/r Zugschluss(tafel) :cafe:

Beste Grüße - Mirko

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