Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

Hp0, Zs3, Lf6, noch Fragen? Dann bist du hier richtig
Nachricht
Autor
Bubikopf
Obertriebwagenführer
Beiträge: 251
Registriert: 04.11.2020, 16:57
Wohnort: Nord
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 175 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#21 Beitrag von Bubikopf »

00000001 (6).JPG
00000001 (6).JPG (90.79 KiB) 406 mal betrachtet
00000002 (6).JPG
00000002 (6).JPG (92.19 KiB) 406 mal betrachtet
Mit Standard-Signalen für die Fahrstraßen und Schattenbahnhof. Ich probier' mal rum, wie das mit den Schaltautos geht, aber vermutlich werde ich erstmal den harten Weg gehen, um die Schaltung gut nachzuvollziehen. Die Schaltung muss Punkt für Punkt offenliegen. Alle Gleise und Signale sind sichtbar. Virtuelle Verbindungen, unsichtbare Schaltautos und komprimierte Schaltungen sind natürlich sehr gut, aber erst der zweite Schritt. Zuerst muss ich mich linear herantasten. Beim Programmieren gelangt erst der mühsame Weg zum Einsatz: optimieren und zusammenfassen kommt später.

Ein Stumpfgleis fehlt noch, aber für heute ist Sendeschluss...
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Bubikopf für den Beitrag (Insgesamt 2):
stormblast • MK69

Bubikopf
Obertriebwagenführer
Beiträge: 251
Registriert: 04.11.2020, 16:57
Wohnort: Nord
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 175 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#22 Beitrag von Bubikopf »

Im Moment hänge ich etwas. Ich sollte doch Bahnsteige und Vorfeld irgendwie trennen, denn wenn ein Zug eingefahren ist, ist das Vorfeld ja erstmal wieder frei und die Fahrstraße darf gekreuzt oder anders genutzt werden. Das ist knifflig, weil ich logisch immer zwei Gleisabschnitte abfragen muss (bei Lokwechsel sogar drei).

Talheim ist eine wirklich nette Anlage. Beruhigende Landschaft. Ich habe einige Stunden alles verfolgt, aber die Schaltung überhaupt noch nicht durchschaut. Und warum braucht ein Schattenbahnhof ein Schaltauto? Naja, vielleicht, wenn bestimmte Züge ausfahren sollen? Bei mir schaltet jeder Zug im Schattenbahnhof nur sein eigenes Gleis frei, auf dem er stand, aber es soll ja gerade zufällig wirken. Einen Fahrplan habe ich nicht.

PS Mit den Filtern klappt es noch nicht. Eigentlich werden doch die reinen Textstrings gesucht, oder müssen die durch ein Sonderzeichen getrennt werden? Wenn ich als nach "bahn" filtere, würden doch "Bahnhof" oder "Citybahn" gefunden werden? Oder kann eep z.B. keine Umlaute?

Meterfan
Inspektor
Beiträge: 1702
Registriert: 04.12.2013, 01:46
Hat sich bedankt: 633 Mal
Danksagung erhalten: 3394 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#23 Beitrag von Meterfan »

Hallo Bubikopf,

versuche hier
viewtopic.php?t=4300&start=20
im Beitrag vom 7.1.2023 die Schaltmatrix zu verstehen.
Wenn ein Zug im Bahnhof steht, müssen die auf sein Gleis führenden Fahrstraßen blockiert bleiben,
die anderen Fahrstraßen können durch eine Zugschluss-Schalter hinter der letzten Weiche wieder frei gegeben werden.

Bei eine zeitgesteuerten Ausfahrt muss man vermeiden, dass das wegführende Streckengleis noch besetzt ist. Deshalb haben meine
Schattenbahnhöfe sogar drei Schaltautos. Ein Beispiel findest du unter obigem Link im Beitrag vom 19.01.2023.
Das erste Schaltauto ist die in diesem Beispiel einfache Fahrstraßensteuerung. Zwei weitere Schaltautos dienen als Uhr, um zu unterschiedlichen
Zeiten die Fahrstraßen für Güter- und Personenzüge anzufordern.

Der Filter reagiert auf die ersten Zeichen. "GZ" würde z. B. GZ1, GZ2 usw. finden. Filterst du nach "GZ1" wird nur GZ1 gefunden. Damit kann
man dann z.B. alle Güterzüge, deren Namen mit GZ anfangen, ohne Halt durch einen Bahnhof fahren lassen, aber z.B. GZ1 auf ein festgelegtes
Gleis im Schattenbahnhof fahren.

Das Problem des Kopfbahnhofs finde ich sehr interessant, obwohl ich nur ein ähnliches reales Beispiel (zwei zweigleisige Zulaufstrecken),
nämlich den Bahnhof Lindau, gefunden habe. Entgegen meinen ursprünglichen Bedenken ist es auch möglich, einen Zug bei besetztem Gleis auf ein anderes umzuleiten, indem diese Umleitung bereits in der Fahrstraßensteuerung für das Schaltauto durchgeführt wird.
Wenn der Zug dann zeitverzögert auch selbst seine Abfahrt anfordert, kann er dies gleich für das Gleis tun, auf dem er steht.

Da alles mit allem zusammenhängt scheint mir nur die Steuerung durch eine einzige große Schaltmatrix möglich. Jede Zug- und auch jede
Lokbewegung braucht eine eigene Fahrstraße. Man muss die möglichen Kombinationen einschränken, weil sonst die Schaltmatrix zu groß wird.

Deine Abneigung gegen die rechtwinkligen Abzweigungen in der Schaltmatrix kann ich verstehen. Ich habe es nun mit kurzen gebogenen
Stummel getestet. Diese erleichtern den Aufbau, da sie sich immer gleich richtig sich an die Weiche anhängen und man den Winkel nicht
eingeben muss. Auch zeigen dann die Fähnchen im Schaltplan, die die Weichenstellung angeben, in die gewohnte Richtung. Falls gewünscht,
kann ich eine Aufbauanleitung geben oder auch Blocks für solche Matrizen zur Verfügung stellen. Eigentlich braucht man nur eine Weiche
aufzubauen. Alles weitere kann man durch Kopieren immer größerer Blocks relativ schnell aufbauen.

Das Problem, dass Fahrt und Abzweig bei einer Weiche vertauscht sind, ist schon sehr lustig. Wie bekannt, kann man zur Behebung beide
Schenkel vertauschen. Ich fand aber auch, dass dann, wenn man nur beide Schenkel etwas zur Seite schiebt und sie dann wieder mit
der Weiche verbindet, Fahrt und Abzweig vertauscht werden. Macht man dies mehrmals, werden jedes mal beide Richtungen vertauscht.
Bei vielen aufeinander folgenden Weichen ist sehr empfehlenswert, zwischen zwei Weichen immer ein kurzes Gleisstück einzufügen,
damit man solche Operationen durchführen kann, ohne dass man jedes mal die ganze Weichenstraße neu aufbauen muss.

Beim Lokwechsel erhält der Zug den Zugnamen und die Route der Lok. (der Zugname ist der frei wählbare Name #xxxxxx, der nicht identisch mit
dem Modellnamen sein muss. Ob dies irgendwo Probleme bereitet überschaue ich noch nicht.
Auch wichtig wäre, dass dann, wenn ein Zug eine Lok benötigt, eine solche vorhanden ist.

Wenn du weitere Fragen hast frage. Mit viel Geduld werden wir dieses Projekt zum Erfolg bringen.

Viele Grüße
Oskar
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Meterfan für den Beitrag (Insgesamt 2):
Wolfgang2 • Bubikopf
Intel Pentium G4560, 8 GB DDR4 RAM, GTX 1050 Ti, Windows 10, EEP6.1

Bubikopf
Obertriebwagenführer
Beiträge: 251
Registriert: 04.11.2020, 16:57
Wohnort: Nord
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 175 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#24 Beitrag von Bubikopf »

Vielen Dank für deine letzte ausführliche Antwort. Ja, der Link zu Talheim enthält viele Erläuterungen, wie und warum du was gemacht hast.

Ich hatte den stilisierten Kopfbahnhof aus dem „Röll“ gewählt, weil er alle Kombinationen zulässt. Die mit drei Hauptlinien waren zu groß und nur eine Hauptlinie war zu reduziert. Ich finde auch, dass Kopfbahnhöfe mit „tausend“ ;-) Bahnsteigen für eine zweigleisige Strecke einfach zu übertrieben sind (ein gerne verwendetes Modellbahnszenario). Dahinter muss dann schon ein Zweck stehen.
Merkwürdigerweise sind die Röll-Bild-Beispiele so, dass zwar Gleise von A nach B und umgekehrt existieren, aber keine von den Städten und wieder zurück. Aber wenn es sich um eine „Metropole“ handelt, wird es viel Pendelverkehr geben, denn die Leute wollen morgens ins Zentrum und abends wieder zurück.

Die Städte Kassel und Kiel und Altona würde am ehesten zu zwei Hauptlinien passen, aber mir war wichtig, dass nicht nur „rein, raus“ möglich war (also nur ein Endbahnhof), sondern, wie bei fast allen Kopfbahnhöfen, der Bahnhof mitten in einer Hauptverbindung liegt und alle Züge dort Kopf machen müssen, auch die, die weiter wollen. Das ist in meiner Anlage leider entfallen, weil mir die Steuerung zu aufwändig wurde. Durch Routen und Filter wäre es zwar möglich gewesen, aber die Sicherung übers ganze Vorfeld zu kreuzen war extrem kompliziert. Damals waren ja alle Kontakte auf dem Bahnhof selbst. Zusätzlich dafür noch ein Schaltauto einzubauen, beißt sich dann mit den bereits existierenden Schutzschaltungen, die „in sich“ schon rund sind. Jetzt hoffe ich, durch systematische Logik sinnvoller dorthin zu kommen, zumal ich wenigstens EIN kreuzungsfreies Überwerfungsbauwerk habe. Deshalb auch die überlange Planungsphase (die Logikstruktur ändert sich dauernd).

Bei mir wird in den Schattenbahnhöfen nichts über Routen geregelt. Ich hatte immer getrennte Abstellgleise für Wendezüge und Lokwechsel und aus den entsprechenden Richtungen, also kein gemeinsamer für alle Züge. Die Züge fahren dort ein und bleiben sozusagen in ihrer Kreislauf-„Blase“. Da es auch keinen Güterverkehr zu berücksichtigen gilt (in einen Kopfbahnhof fahren die üblicherweise nicht ein), entscheidet sich nur, woher die Züge kommen und wohin die wollen.

Ich hatte für jedes Gleis ein extra Abstellgleis für Wechselloks eingerichtet. Also brauche ich keinen Nachschub, weil immer nur eine Lok gegen eine andere getauscht wird. Sieht aber total bescheuert aus. Auch für eine Demo-Anlage, die ja nicht „echt“ ist. Klar, dadurch tangiere ich das Vorfeld nicht. Aber ich bin unschlüssig, ob es so bleiben sollte.

Bubikopf
Obertriebwagenführer
Beiträge: 251
Registriert: 04.11.2020, 16:57
Wohnort: Nord
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 175 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#25 Beitrag von Bubikopf »

Irgendwas mache ich falsch bei den Filtern. Die Kontakte reagieren nur auf „jeder“, aber weder auf Routen noch auf Filter. Mit oder ohne Raute #, Groß- und Kleinschreibung, mit oder ohne Unterstrich, die Züge und die Loks umbenannt - keine Reaktion. Deshalb habe ich noch nicht mal eine erste Schaltung für Fahrtraße 1 und 2 oder Wendezug hinbekommen.
Auch in meiner großen Anlage gibt es nur „jeder“-Kontakte und ich meine mich zu erinnern, dass dort Routen und Filter auch nicht so geklappt haben, wie ich es gehofft hatte. Gibt es irgendwas, das ich bei der Schreibweise berücksichtigen muss? Ich trenne die Terme immer mit Unterstrich ab (also #_PZ5_Wendezug_Route1 oder so, und ich filtere dann z.B. nach „Wendezug“), um Leerzeichen zu vermeiden. Oder braucht es gerade Leerzeichen zur Trennung der Terme? Muss ich die Anlage neu laden (dann hätte der Kontakt aber nach dem Laden von gestern funktionieren müssen...).

Benutzeravatar
Benny
Inspektor
Beiträge: 1656
Registriert: 14.12.2012, 23:25
Wohnort: Eningen
Hat sich bedankt: 203 Mal
Danksagung erhalten: 1567 Mal
Kontaktdaten:

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#26 Beitrag von Benny »

Filter filtern nur den Anfang des Zugnamens. Ein Zug namens #_PZ5_Wendezug_Route1 löst also Kontakte mit Filter #_P, #_PZ5 oder #_PZ5_Wendezug aus, aber keinen Kontakt mit Filter Wendezug.
Ich bin mir nicht sicher, ob die führende Raute im Filter eingegeben werden muss oder nicht. Filtern nach einem Wort mitten im Zugnamen ist jedenfalls nicht möglich.

Viele Grüße
Benny
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Benny für den Beitrag:
Bubikopf
EEP6, Windows 10
Bild

Bubikopf
Obertriebwagenführer
Beiträge: 251
Registriert: 04.11.2020, 16:57
Wohnort: Nord
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 175 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#27 Beitrag von Bubikopf »

Vielen Dank. das erklärt es natürlich total, denn ich war auf den reinen Textstring fokussiert!

Durch Umstellen der Betitelung lässt sich das also schnell beheben.

Meterfan
Inspektor
Beiträge: 1702
Registriert: 04.12.2013, 01:46
Hat sich bedankt: 633 Mal
Danksagung erhalten: 3394 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#28 Beitrag von Meterfan »

Hallo Bubikopf,
Benny war schneller trotzdem nochmals meine komplette Antwort:

die im Feld "Filtername" eingegebene Zeichenfolge muss identisch sein mit den Anfangszeichen des Zugnamens.
Wenn der Zugname
#_PZ5_Wendezug_Route1
heisst, reagiert der Schalter auf den ganzen so eingegebenen Namen aber auch auf
#_PZ5
oder
#_PZ5_W
oder
#_PZ
Auf
Wendezug
reagiert der Schalter aber nicht.
Ich habe extra nochmals ausprobiert: auch die Raute und der Unterstrich müssen in der Zeichenfolge erscheinen,
erzeugen aber keine weiteren Probleme.

Der Name einer Route muss über das 'Auswahlfeld "Fahrstrecke" "Fahrstrecke bearbeiten" definiert werden.
Dort im oberen Feld "neue Fahrstrecke" einstellen und dann im unteren Feld einen frei wählbaren Namen eingeben und
die Taste Hinzufügen drücken. Für weitere Fahrstrecken wieder auf neue Fahrstrecke stellen und wieder einen Namen eingeben.
Wenn du fertig bist auf ok drücken.
Wenn du in der 3d-Ansicht auf den Zug klickst und dann unten links im Zugmenü auf den zweiten Knopf von oben (Lok mit einigen Linien),
erscheint das Menü, in dem zunächst oben der Name der Lok steht, den du ändern kannst in einigen beliebigen Zugnamen,
Ganz unten gibt es das Feld Routenauswahl. Wenn du dort rechts auf den Pfeil klickst kannst du eine der vorher definierten Routen auswählen.

Im Menü des Kontaktpunkts ist das oberste Feld "für Route", Wenn du dort die Route des gewünschten Zugs auswählt und dabei die anderen Felder
frei lässt, schaltet der Kontaktpunkt für alle Züge mit dieser Route.

Ein heißer Tipp: Benutze nicht das Feld "für Fahrzeug". Wenn du das betreffende Fahrzeug löscht, werden alle Schalter mit dem entsprechenden Eintrag auf "alle"
umgestellt und können ein großes Chaos verursachen.


Zu den Stummelgleisen.
Wenn ein solches Gleis ohne des Kreuzen anderer Gleise erreicht werden kann, kann man die Lokfahrten dorthin und zurück steuern ohne zusätzliche Fahrstraßen einrichten
zu müssen. Da dann dort immer eine Lok steht sieht es aber nicht gut aus, wenn man mehr als zwei solche Gleise hat. Für Diesel, oder Elektroloks könnte man diese Gleise
irgendwo einrichten. Dampfloks würde man realistisch zur Aufrüstung in ein Bahnwerk fahren, das etwa in der Mitte zwischen dem Gleisvorfeld liegen müsste, wobei die Gleise für den
Gleiswechsel von ganz recht nach ganz links und umgekehrt außen um das Bahnwerk herum geführt werden müssten.

Eine Möglichkeit einer Konfiguration des Bahnhofs wäre z.B.
Zug Gleis
A>A 1
A>B 2
A>B 3 mit Lokwechsel
B>A 4 mit Lokwechsel
B>A 5
B>B 6

Du brauchst dafür 6 Fahrstraßen zur Einfahrt und weitere 6 Fahrstraßen zu Ausfahrt.
Eine Schaltmatrix mit 12 Fahrstraßen ist noch überschaubar und wird von Schaltauto in realistischer Zeit abgearbeitet.

Viele Grüße
Oskar
Intel Pentium G4560, 8 GB DDR4 RAM, GTX 1050 Ti, Windows 10, EEP6.1

Bubikopf
Obertriebwagenführer
Beiträge: 251
Registriert: 04.11.2020, 16:57
Wohnort: Nord
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 175 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#29 Beitrag von Bubikopf »

Das mit dem BW war ursprünglich auch so geplant (wie in Altona) und es war auch in der Skizze, aber ein BW brauche ich ja für eine Demo nicht. Da müssen nur die Loks von „irgendwoher“ kommen. Und da ich diesmal auf das Abkuppeln mit Tender verzichte (2 Rollmaterialien müssen abgekoppelt werden) und jetzt immer nur EINE Lok kupple, ist das erstmal obsolet. E-Loks dürfen im Vorfeld oder daneben warten. Aber auch wenn das BW in der Mitte wäre, müssten jedesmal immerhin 3 Gleise gesichert werden (entweder oben und unten), also auch jede Menge Fahrstraßen deaktiviert werden, wenn eine Rangierfahrt stattfindet.

Was ich mit Filtern und was ich mit Routen löse, weiß ich noch nicht. Routen habe ich in meinem bisherigen Kopfbahnhof zwar; jedoch nicht gebraucht, weil ich dann ja doch nicht „über Kreuz gegangen bin“. Das heißt jeder Zug hat sein festes Gleis für rein und raus und Lokwechsel waren auch nur auf drei Gleisen eingerichtet, alles andere sind Wendezüge. Die Züge schalteten ihre Gleise immer gleich. Das heißt, Routen sind dort überflüssig, da die Gleise aus verschiedenen Schattenbahnhöfen beliefert werden.

Eigentlich war nun geplant, die Richtungen auf die Routen zu legen (es gäbe also 16 Fahrstraßen, die ich in den Skizzen gezeigt habe) und die Unterscheidung, ob Wendezug oder Lokwechsel, auf die Filter. Das ist aber alles noch Kladde. Ich weiß auch nicht, ob ich mit einem Schaltauto auskommen, wenn ich mindestens zwei Zugbewegungen haben möchte.

Und wie es sich herausstellte, ist das simple Deaktivieren einer Fahrstraße auch nicht so simpel wie gedacht, denn andere dürfen kreuzen, während der Zug am Bahnsteig steht und nicht stört. Er darf ja nicht das halbe Vorfeld blockieren, so lange er steht. Ich muss von Knoten zu Knoten „denken“ und ich ertappe mich bereits dabei, wieder alle Gleise mit Sicherheits-Kontakten zu bestücken. Alles auf Schaltautos auszulagern muss ich erstmal „verinnerlichen“. :bah: :-? ;-) Das kommt alles noch aus den alten Modellbahnzeiten (ich fuhr immer nur analog)...

Habe mir das DB-Fachbuch über Sp Dr 60 vorgenommen, aber das ist keine große Hilfe. In der realen Bahn gibt es „Suchströme“, die Flankenschutz, Durchrutschwege, Sperrsignale und Zwieweichen automatisch schalten. Ich glaube, in eep wäre das in der aktuellen Version auch möglich, aber in 6.1 eben noch nicht.

Es wird vermutlich funktionieren, wenn ich jede befahrene Fahrstraße generell als „nicht frei“ setze. Dann muss ich zusätzlich alle Fahrstraßen mit deaktivieren, die ins selbe Bahnsteiggleis führen, also noch zwei oder drei andere Fahrstraßen. Kreuzende Fahrstraßen auf andere Bahnsteige blieben hingegen frei (selbst bei gleichem Einfahrgleis) und dürfen benutzt werden. Mal sehen, ob das logisch ist. Es wären also Teile des Vorfelds sowohl frei als auch besetzt, je nachdem, welche Fahrstraße man zugrunde legt.

Das soll ja gerade in der Demo umfangreicher werden. Das heißt, Wendezüge und Lokwechsel sollten auf allen 6 Gleisen stattfinden können. So wie du es vorgeschlagen hast, hatte ich es im großen Kopfbahnhof realisiert: bestimmte Züge fuhren auf bestimmte Gleise und die Kombinationen waren sehr überschaubar. Es gab also keinen wirklichen Zufall, sondern nur Verschiebungen in der Abfolge aufgrund unterschiedlich langer Standzeiten. Im Schattenbahnhof ging es reihum, und nur die Wechselloks waren jeweils andere, weil eben die vom Vorzug angekoppelt wurden.

PS Auf meinem Bahnhof waren A -> B und umgekehrt B -> A für Gleis 5 und 6 angedacht, weil dort die Überwerfung hinführt. Gleis 1 bis 4 geht eigentlich nur nach A und B jeweils „hin und zurück“.

Benutzeravatar
Wolfgang2
Oberbetriebsmeister
Beiträge: 224
Registriert: 06.09.2017, 01:27
Wohnort: Chemnitz
Hat sich bedankt: 856 Mal
Danksagung erhalten: 206 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#30 Beitrag von Wolfgang2 »

Hallo Bubikopf, bitte mach nicht den Fehler, alle Probleme in einen einzigen Gedankengang zu fassen.

Die Aufgabenbereiche der Automatik lassen sich sehrwohl zu einzelnen Modulen zusammenfassen, die erst mal nichts miteinander zu tun haben und losgelöst von den anderen funktionieren sollten:
1. die gegenseitige Absicherung der Fahrstraßen.
2. die Frage des Gleisbesetztmanagments, also die Suche nach einem freien Gleis für die Einfahrt und die Freigabe eines Gleises nach erfolgter Ausfahrt.
3. das Abkuppeln der Zuglok nach der Einfahrt, das Ankuppeln der neuen Zuglok am anderen Zugende für die Ausfahrt und das Zurückstoßen der alten Zuglok aus dem Stumpfgleis, natürlich mit der Frage, was mit den Zugnamen und den zugewiesenen Routen passiert.
4. Was passiert mit der Schlepptenderlok im BW, die ja auch gedreht werden muss? Wobei du dieses Problem verständlicherweise erst mal außenvor lässt.

Zu 1. gehört allerdings das Problem, dass der erste Streckenabschnitt für die Ausfahrt frei sein muss, damit der Zug ausfahren kann, aber das ist das gleiche wie beim Streckenblock.
Zu 1. gehört auch das Problem, wie die Fahrstraßen angefordert werden, also ob durch Fahrzeuge, Routen oder einer Schaltuhr.

Alle diese Module könnten in separaten Tutorialanlagen aufgebaut und unabhängig voneinander getestet werden.

Jetzt das Hauptanliegen meines Beitrags:
Für Punkt 1. brauchst du unbedingt die m-aus-n-Schaltung von Wolfgang Ortmann, so wie sie dir auch Oskar erklärt hat, und die sich auch sehr gut nur anhand einer zweigleisigen Abzweigung erklären lässt. Wenn du die nicht verstanden hast, kommst du mit deinem Projekt nicht weiter, dem ordnet sich alles andere unter. Dazu gehört auch das Verständnis, warum du nur ein einziges Schaltauto benötigst, welches allein die gesamte Arbeit verrichtet. Natürlich war es richtig von dir, zunächst die Anzahl der möglichen Fahrstraßen zu eruieren und auf eine sinnvolle Anzahl zu begrenzen, denn davon hängt die Größe der Schaltmatrix ab.

Mich personlich würde besonders Punkt 3. interessieren, aber diese Schaltung lässt sich ja bereits mit einem einzigen Stumpfgleis und einem Abzweig ins BW realisieren.
Zu Punkt 4. Frage an die Kons: Lässt sich eine Drehscheibe von der Objektklasse her in ein Signal umkonfigurieren, damit sie über Gleiskontakte gesteuert werden kann? Die Auswahl des Drehwinkels entspräche dann der eines Signalbegriffs?

Gruß Wolfgang2

Meterfan
Inspektor
Beiträge: 1702
Registriert: 04.12.2013, 01:46
Hat sich bedankt: 633 Mal
Danksagung erhalten: 3394 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#31 Beitrag von Meterfan »

Hallo Bubikopf,
am Beispiel der linken Einfahrt in den Bahnhof Thalheim möchte ich dir nochmals das Prinzip der Schaltmatrix erklären, das dein Problem der
Freigabe des Vorfeldes, wenn der Zug am Bahnsteig steht, löst. Auch ermöglicht die Matrix, die nur durch ein Schaltauto gesteuert wird, die
gleichzeitige Freischaltung mehrerer Fahrstraßen, die sich nicht gegenseitig behindern.
Zunächst die Gleis für die Züge
Bild

Hier die schematische Schaltmatrix. Hier würde unten das Schaltauto im Ruhezustand der Schaltung ständig von links nach rechts fahren. Wenn eine Fahrstraße angefordert wird,
schaltet unten die Weiche auf Abzweig und das Schaltauto fährt von unten nach oben. Erst am oberen Ende befinden sich alle Schalter für die Weichen und Signale dieser Fahrstraße.
Dort befindet sich auch der Schalter, der die untere Weiche wieder auf Fahrt stellt, damit das Schaltauto ohne eine neue Anforderung durch einen Zug nicht die Fahrstraße ein zweites mal
schalten kann.
Auf der Fahrt von unten nach oben gibt es mehrere durch kleine Buchstaben symbolisierte Weichen. Steht eine solche Weiche auf Abzweig, wird das Auto wieder nach unten geschickt. Die Fahrstraße kann dann noch nicht geschaltet werden.
Am oberen Ende befinden sich auch Schalter, die diese Weichen, die die Schaltung einer Fahrstraße verhindern, für kollidierende Fahrstraßen auf Abzweig stellen.
Bild.
Wir nehmen nun an, dass ein Zug von A nach C fährt. Das Schaltauto fährt dann im Ast A>C nach oben und schaltet die Fahrstraße, wenn es das obere Ende des Astes erreicht hat.
Dort gibt es auch Kontakte für die Weichen in der Zeile "A>C blockiert".
Es wird die Weiche x im Ast A>C auf Abzweig geschaltet, damit kein zweiter Zug die Einfahrt auf das Bahnsteiggleis A>C anfordern kann.
Es wird die Weiche u im Ast A>D auf Abzweig geschaltet, damit das Bahnhofsvorfeld für Züge A>D zunächst blockiert ist.
Es wird die Weiche v im Ast D>A auf Abzweig geschaltet, da ein solcher Zug das Gleis des einfahrenden Zugs kreuzen würde.

Sobald nun das Zugende des einfahrenden Zugs A>C die Weiche in der Bahnhofseinfahrt passiert hat, wird durch einen Zugende-Schalter die Weiche u im Ast A>D wieder auf Fahrt geschaltet.
Sobald das Zugende des einfahrenden Zugs A>C die Kreuzung passiert hat, wird durch einen Zugende-Schalter die Weiche v im Ast D>A wieder auf Fahrt geschaltet.
Dadurch ist das Vorfeld wieder für andere Züge frei.
Die Weiche x im Ast A>C wird durch das Zugende erst auf Fahrt gestellt, wenn dieser Zug hinter dem Ausfahrtsignal ist.
Du siehst hier auch, dass der Zug A>C nie die Fahrstraße C>A blockiert (dort steht kein Buchstabe). Damit sind diese beiden Fahrten gleichzeitig möglich.

Die unterschiedlichen Buchstaben bedeuten: u wird hinter der ersten Weiche, v hinter der ersten Kreuzung, x hinter dem ersten Signal auf Fahrt geschaltet.
Versuche zum Verständnis auch andere Kombinationen durchzuspielen. Freie Kreuzungspunkte (ohne die kleinen Buchstaben) bedeuten immer, dass diese Fahrstraßen gleichzeitig
frei gegeben werden können.

Wenn es noch Fragen gibt frage.

Viele Grüße
Oskar
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Meterfan für den Beitrag:
Wolfgang2
Intel Pentium G4560, 8 GB DDR4 RAM, GTX 1050 Ti, Windows 10, EEP6.1

Ingo
Inspektor
Beiträge: 1700
Registriert: 08.07.2013, 17:36
Hat sich bedankt: 318 Mal
Danksagung erhalten: 988 Mal

Re: Demo-Schaltung für Kopfbahnhof

#32 Beitrag von Ingo »

Zum Problem Fahrt - Abzweigung hat Benny einmal geschrieben, dass das Programm auf die Länge der Schenkel reagiert. Wenn also das Gleis für die Abzweigung länger ist, als das Gleis für Fahrt, werden die Begriffe vertauscht.
Ansonsten meine Hochachtung für die Schaltungskaiser.
Ingo

Antworten