Reale Bahnbilder von Benny

Bundesbahn, Reichsbahn und Co
Antworten
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Branderjung
Obertriebwagenführer
Beiträge: 473
Registriert: 28. Dez 2012, 20:07
Wohnort: Aachen
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 37 Mal

Re: Reale Bahnbilder von Benny

#921 Beitrag von Branderjung »

Hallo Benny,
nachdem ich schon lange in diesem Beitrag nichts mehr geschrieben habe, hole ich das hiermit nach!

Ich muss sagen sehr viele schöne Fotos und du hast ein Händchen dafür die Züge/Loks stimmungsvoll in der Landschaft abzulichten.
Einfach toll und großes Kino was du uns hier immer zeigst.

Danke dafür das du uns teilnehmen lässt an deinen Fototouren (Fahrradtouren)
Gruß Herbert
Win 10, 64Bit System, 1 TB Festplatte, AMD Phenom (tm) IIx4 965 Processor, Grafikkarte NVIDIA Geforce GTX650, 8GB Ram.

EEP5 - Plugin 1 bis 5, EEP6, EEP6.1, EEP Manager 1.1Pro
Köln Hbf, Lauscha, Ostkreuz, Ruebeland, Selfkantbahn, St. Gotthard Nordrampe, u.a.

Benutzeravatar
Benny
Inspektor
Beiträge: 1322
Registriert: 14. Dez 2012, 23:25
Wohnort: Eningen
Hat sich bedankt: 110 Mal
Danksagung erhalten: 684 Mal
Kontaktdaten:

Re: Güterverkehr auf der herbstlichen Zollernalbbahn, Teil 2

#922 Beitrag von Benny »

Da wir natürlich nicht den ganzen Tag in Storzingen warten wollten, gingen wir nach den beiden IREs los in Richtung Sigmaringen.
Der Weg verläuft nicht immer in Sichtweite der Bahnstrecke, aber wir waren zufälligerweise gerade kurz vor einer Brücke, als wir ein näherkommendes Geräusch hörten. Wenige Sekunden später kam die SWEG-blau lackierte V151 hinter Gestrüpp hervorgefahren. Es reichte gerade noch für einen Notschuss:
Bild Bild 8
Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, war die Lok nicht alleine unterwegs, sondern hatte noch ein paar Gaskesselwagen am Haken, die sie wohl zuvor irgendwo anders eingesammelt hatte.
Wir spekulierten darauf, dass die Rangierarbeiten in Storzingen etwas Zeit in Anspruch nehmen, sodass die Lok nicht vor dem nächsten Personenzug zurück käme.
Etwas weiter kannte Oli eine größere Ackerfläche, über die hinweg man einen guten Blick auf die Strecke hat.
Rechtzeitig zu den nächsten Regioshuttles waren wir da:
Bild Bild 9

Was man auf den Bildern nicht sieht, ist die Bodenbeschaffenheit des Feldwegs, auf dem ich stand. Der Weg sah eigentlich ganz normal aus (zwei gekieste Fahrspuren mit Grasstreifen dazwischen), war aber mit Lehmbrocken vom angrenzenden Feld gesprenkelt. Auch die sahen ziemlich harmlos aus, erwiesen sich aber als äußerst klebrig. Nicht am Boden, aber an Schuhen und Fahrradreifen. Der Dreck verklemmte sich dann unter den Schutzblechen, sodass schon nach wenigen Metern die Räder lieber über den Boden rutschten als sich am Dreck vorbeizudrehen.
Die Zeit bis zur Rückkehr der Regioshuttles nutzte ich dann dafür, mein Fahhrad aus dieser "Lehmhölle" herauszubekommen und es wieder in einen halbwegs fahrfähigen Zustand zu versetzen. Ich konnte dann sogar noch das Feld entlang fahren, um den Zug bei der Rückfahrt nach Tübingen von der anderen Seite aufzunehmen:
Bild Bild 10

Nach einem erneuten Wechsel der Feldseite kam nur sechs Minuten nach den Regioshuttles die blaue Lok zurück, am Haken hatte sie nun - wie erwartet - die Flachwagen aus Storzingen sowie am Zugende die mitgebrachten vier Gaskesselwagen:
Bild Bild 11

Mittlerweile war auch die Planzeit für den anderen Güterzug gekommen, der hier neben dem Salzzug halbwegs regelmäßig unterwegs ist. Ziel dieses "Holcim-Zugs" ist das Zementwerk in Dotternhausen nahe Balingen.
Wir wechselten einmal mehr die Ackerseite, und warteten, ob vor dem planmäßigen IRE noch etwas anderes kommen würde. Als wir aus der Ferne Zuggeräusche hörten, war die Planzeit des IREs schon fast erreicht - aber eben erst fast, deshalb stammten die Geräusche auch nicht vom IRE, sondern von einer angemieteten Gravita, die kurz darauf zwischen hohen Bäumen um die Kurve bog:
Bild Bild 12

Mit weniger Zoom konnte ich ein paar Sekunden später noch den gesamten Zug mit 15 Staubgutwagen aufs Bild bringen:
Bild Bild 13

Morgen, im dritten Teil des Berichts, gibt es dann sogar ein paar Sonnenbilder zu sehen.

Viele Grüße
Benny
EEP6, Windows 10
Bild

Ingo
Inspektor
Beiträge: 1012
Registriert: 8. Jul 2013, 17:36
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 263 Mal

Re: Reale Bahnbilder von Benny

#923 Beitrag von Ingo »

Hi Benny,

Seit meiner letzten Sichtung ist viel Zeit vergangen und viele Züge durchs Land gefahren. Viele Züge sind einander ähnlich, du versuchst aber, immer wieder eine neue Sichtweise und Abbildung zu finden.

Sehr schön sind die Herbst-Bilder mit den Regioshuttles. Das ist irgendwie anheimelnd.
Die Dampflok hast du schön abgebildet. War das eine 18.3 (ehem. badische IV h)? Die Innenzylinder fallen auf. Ich kenne ja Dampfloks schlecht und schon gar nicht mehrzylindrische.

Zum Schienenbus: Die Privatbahnen in Österreich haben aus Sparsamkeitsgründen lange Zeit keine modernen Fahrzeuge angeschafft sondern vorhandene gepflegt und sanft modernisiert. So können deutsche Museumsbahnen immer wieder auf interessante Fahrzeuge zurückgreifen. (z.B. eine Gleichstromlok aus Wuppertal von 1904).

Bist du immer noch/schon wieder in Kurzarbeit?

Grüße
Ingo

Benutzeravatar
Benny
Inspektor
Beiträge: 1322
Registriert: 14. Dez 2012, 23:25
Wohnort: Eningen
Hat sich bedankt: 110 Mal
Danksagung erhalten: 684 Mal
Kontaktdaten:

Re: Güterverkehr auf der herbstlichen Zollernalbbahn, Teil 3

#924 Beitrag von Benny »

Nach dem knapp vorausgefahrenden Güterzug war der folgende IRE Richtung Stuttgart mit nur einer Minute Verspätung überraschend pünktlich unterwegs. Vom entgegenkommenden IRE Richtung Aulendorf konnte man das nicht behaupten, hatte der doch im Laufe der Fahrt 20 Minuten Verspätung aufgesammelt. So schien aber gerade die Sonne, als 612 128 mit grüßendem Lokführer um die Kurve bog:
Bild Bild 14

Die auf den Bildern 12 und 14 (im Hintergrund) sichtbare Brücke ist übrigens beidesmal die selbe. Aufgrund der interessanten Bauweise habe ich auch noch ein Bild von der Seite gemacht:
Bild Bild 15
Während der lange Mittelteil der Brücke (zur Überquerung des Flüsschens Schmeie) aus einem hohen Blechträger besteht, sind die auf beiden Seiten daran anschließenden Blechträger möglichst flach ausgeführt - trotzdem bleibt für die darunter verlaufenden Wege nur eine Durchfahrtshöhe von 3,4m.
Dies ist übrigens nicht die einzige Schmeie-Querung. Wenn ich mich nicht verzählt habe, wechselt die Bahnstrecke zwischen Albstadt und Inzigkofen 19-mal die Seite des Gewässers!

Die Wanderung ging weiter, in das Örtchen Oberschmeie hinein und gleich wieder hinaus. Kurvig überquert der Weg einen Bergrücken, den die Bahnstrecke mit dem 125m langen Wendenbühltunnel durchquert. Zwischen Tunnelportal und darüber hinweg verlaufendem Weg wuchsen zu viele Bäume zum Hindurchfotografieren, aber neben dem Tunnelportal sahen wir ein kleines Stückchen Wiese, zu dem wir uns durchkämpften. Die Sonne kam nochmal kurz raus, verschwand aber wieder, noch bevor die nächsten Regioshuttles aus Sigmaringen kamen:
Bild Bild 16
Die Perspektive ist ähnlich wie in Bild 14, am Telegrafenendmast kann man aber erkennen, dass dieser Einschnitt kurz darauf in einen Tunnel übergeht.

Kurze Zeit später waren wir in Unterschmeien. Am dortigen Sportplatz warteten wir fast zwei Stunden auf die Rückkehr des Salzzugs - vergebens. Stattdessen kamen "nur" die planmäßigen Personenzüge. Von den beiden IREs gibts keine tollen Bilder, aber für die nächste HzL nach Sigmaringen kam nochmal die Sonne raus:
Bild Bild 17

Bei der Rückfahrt (zwei Stunden nach Bild 16) wurde immerhin der Zug noch leicht angestrahlt - und der Kalksteinfelsen, der im Hintergrund aus der Landschaft ragt:
Bild Bild 18

Nach dem Bild warteten wir nochmal zwanzig Minuten, ob der Salzzug vielleicht nach einer Kreuzung mit den Regioshuttles in Storzingen auftauchen würde - tat er aber nicht.
Die Felsen hatten aber Olis Interesse geweckt. Wo man hochgucken kann, müsste man doch auch runtergucken können!? Nachdem wir ein Weilchen durch den Ort und den Wald geirrt waren, fand ich tatsächlich eine Stelle mit Ausblick nach unten - nicht genau oberhalb der Felsen, sondern etwas seitlich davon (ich glaube, ziemlich genau oberhalb des Zugs in Bild 18).

Wir mussten nicht sonderlich lange warten, bis sich der nächste IRE nach Aulendorf zu unseren Füßen in die Kurve legte:
Bild Bild 19

Oli wollte hier noch den Salzzug abwarten, da es im Folgenden kaum noch eine Fotostelle gegeben hätte, die für den Salzzug lang genug gewesen wäre. Ich war der Meinung, dass der Salzzug eh erst eine Stunde später käme (nach den nächsten Regioshuttles), so lange wollte ich an dieser Stelle nicht mehr warten. Ich ließ mich aber überreden, wenigstens noch ein bisschen zu bleiben.

Ob sich das gelohnt hat, erfahrt ihr - Achtung, Cliffhanger! - erst morgen :P

Viele Grüße
Benny
EEP6, Windows 10
Bild

Benutzeravatar
Benny
Inspektor
Beiträge: 1322
Registriert: 14. Dez 2012, 23:25
Wohnort: Eningen
Hat sich bedankt: 110 Mal
Danksagung erhalten: 684 Mal
Kontaktdaten:

Re: Güterverkehr auf der herbstlichen Zollernalbbahn, Teil 4

#925 Beitrag von Benny »

Um die Spannung vom Ende des letzten Teils gleich wegzunehmen: Das Warten hat sich gelohnt!
Eine Viertelstunde nach dem IRE tauchte schon wieder ein Spitzenlicht unter der Straßenbrücke im Hintergrund auf, und V152 der HzL bog mit dem nun beladenen Salzzug um die Kurve:
Bild Bild 20
Die Gravita fehlt ebenso wie der Rungenwagen. Generell scheint es sich nicht um den selben Zug zu handeln, der am Morgen hingefahren ist, jedenfalls stimmen die Alterungsspuren bzw. Dachfarben nicht überein. Immerhin den Verbleib der Gravita konnte ich nachträglich klären: Sie hat den Salzzug noch bis zum Scheitelpunkt der Strecke in Albstadt nachgeschoben, und ist anschließend wieder zurückgefahren nach Balingen, um den Holcim-Zug zu helfen (der kam aber nicht mehr bei Tageslicht).

Nachdem wir so ziemlich das Maximum an Güterverkehr aus der Zollernalbbahn herausgekitzelt hatten, machten wir uns auf die letzte Etappe Richtung Donautal. Was nach "bergab" klingt, bedeutete für uns "bergauf", denn wir wollten zur Burgruine Gebrochen Gutenstein, bzw. zu einem Aussichtsfelsen ganz in der Nähe. Wir kamen gerade oben an, als unter uns die nächsten zwei Regioshuttles nach Sigmaringen fuhren.
Die Rückfahrt eine Viertelstunde später sah aber (bis auf die Farbe der Lichter) identisch aus:
Bild Bild 21

Was auf obigem Bild wie eine zweigleisige Strecke aussieht, sind in Wirklichkeit zwei eingleisige Strecken, die bis Inzigkofen parallel verlaufen. Dreht man sich nach rechts, sieht man die Trennung der beiden Strecken: Während die Donautalbahn dem Donautal Richtung Tuttlingen folgt, biegt die Zollernalbbahn nach rechts ab ins Tal der Schmeie - und darauf die beiden Regioshuttles:
Bild Bild 22
(Falls das Bild bei euch nicht vollständig auf den Bildschirm passt: Hier klicken, in der Einzelansicht skaliert der Browser das Bild normalerweise automatisch so, dass es passt.)
Die Mündung der Schmeie in die Donau wird hier leider gerade von der Brücke der Donautalbahn verdeckt. Dafür sind im Gegenlicht die Y-Schwellen gut zu sehen, die auf beiden Strecken verbaut sind.

In nächster Zeit war kein Zug mehr zu erwarten, deshalb machten wir uns auf den Weg nach Sigmaringen. Der schnellste Weg führte nicht durchs Tal an der Bahnstrecke entlang, sondern gerade durch den Wald - dementsprechend sahen wir in der folgenden Stunde keinen Zug mehr, obwohl auf der Donautalbahn bestimmt noch was gefahren wäre.
Als wir in Sigmaringen ankamen, blieb uns noch fast eine Stunde bis zur Abfahrt des nächsten Zuges nach Tübingen. Während Oli schon zum Bahnhof ging, erklomm ich nochmal einen (kleineren) Aussichtsfelsen, der direkt über der Bahnstrecke liegt.
Der nächste Zug von der Donautalbahn her kam ein paar Minuten früher als geplant, so blieb mir nur ein Notschuss - und der misslang gründlich.
Als Ersatz zeige ich euch das Hohenzollernschloss, das direkt gegenüber auf einem Felsen thront:
Bild Bild 23

Auch vom Gegenzug (der mit +10 angekündigt war, mich mit "nur" +8 aber doch wieder überraschte) gibt es kein zeigenswertes Bild.
Als Abschluss des Berichts daher ein Bild vom Bahnsteig mit fünf Regioshuttles in drei Farben:
Bild Bild 24
Rechts auf Gleis 6 zwei Regioshuttles im Landes- und HzL-Design, die gerade aus Tübingen angekommen sind und hier enden.
In der Mitte auf Gleis 4 zwei DB-Shuttles, die kurz zuvor aus Aulendorf angekommen waren und bald wieder dorthin zurückfahren werden.
Ganz links steht auf Gleis 2 das einzelne HzL-Shuttle, in dem wir fünf Minuten später die Fahrt durch die Nacht nach Tübingen antraten.

Viele Grüße
Benny
EEP6, Windows 10
Bild

Antworten