Reale Bahnbilder von Benny

Bundesbahn, Reichsbahn und Co
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Ingo
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#781 Beitrag von Ingo » 9. Sep 2019, 13:55

Gott sei Dank ist es nicht nur bei uns so kalt (Schnee)
Ingo

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Benny
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Nochmal München – man sieht sich immer zweimal, Teil 1

#782 Beitrag von Benny » 9. Sep 2019, 18:00

Am Donnerstag hatte ich noch ein Vorstellungsgespräch in München (für eine Stelle in Stuttgart). Weil der Termin am frühen Nachmittag war, konnte ich am selben Tag hin und zurück fahren.

Um trotz potenzieller Verspätungen rechtzeitig in München zu sein, musste ich aber schon recht früh aufstehen. Dabei entstand noch dieses Bild mit von der aufgehenden Sonne beschienenen Wolken:
Bild Bild 1

Mit Sonne war aber kurz danach Schluss, auf der Fahrt zum Bahnhof begann es schon leicht zu tröpfeln.
Die Fahrt von Reutlingen nach München war unspektakulär: Mit einem RE nach Plochingen, ab da im IC nach München.
Die 25 Minuten Umsteigezeit in Plochingen wollte ich für Fotos nutzen. Problem dabei: es kam in der Zeit kein einziger Zug vorbei.
Lediglich ein gelb-grünes Regioshuttle, der VT 368 der Strohgäubahn, kam auf der gegenüberliegenden Bahnhofsseite angefahren und blieb unfotogen stehen.

Wenig später tauchte 363 137 in der Ferne auf, und kam mit gleichmäßigem Auf und Ab der Antriebsstangen langsam durch den Bahnhof gefahren:
Bild Bild 2

Im IC kam ich dann gut eineinhalb Stunden zu früh in München an. Auf der Suche nach einem nicht so überteuerten Mittagessen lief ich einmal um den Block, den der Hauptbahnhof bildet. Außer Baustelle und Regen gab es aber nichts. Erst auf der anderen Seite kurz vor dem Bahnhofseingang wurde ich bei einer Pommesbude fündig.

Mit über einer Stunde Zeitreserve und einer Schale Pommes in der Hand lief ich den Außenbahnsteig von Gleis 11 entlang. Von früher wusste ich noch, dass es dort einen Modellbahnladen gibt.
Da Schaufenstergucken im Regen keinen Spaß macht, blieb ich unterm Bahnsteigdach stehen, und machte lieber ein Foto in Richtung Bahnhofshalle:
Bild Bild 3
Zu sehen sind eine nasse 101 030 mit einem EC von Graz nach Frankfurt und der Meridian-ET 307, der in ein paar Minuten in Richtung Salzburg starten wird.

Diesen Bereich des Münchner Hauptbahnhofs kannte ich schon vom letzten Besuch. Deshalb wollte ich mir heute mal die andere Seite anschauen. Also Gleis 11 wieder zurückgelatscht, an den ganzen Prellböcken entlang die Haupthalle durchquert, noch den letzten Beitrag aus Mannheim abgeschickt (es war gerade 12 Uhr) und am Gleis 26 entlang nach vorne marschiert zum "Starnberger Bahnhof" (München Hbf Gleis 27-36).
Auf Gleis 27 stand eine verkehrsrote "Hamsterbacke" (2442 732), die vermutlich gerade aus Kochel angekommen war:
Bild Bild 4

Von Gleis 36 fuhren gerade drei Integrale der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) nach Bayrischzell, Lenggries und Tegernsee ab:
Bild Bild 5
Wenn ich richtig informiert bin, gibt es diese Fahrzeuge sonst nirgends.

Laut Abfahrtstafel war hier in nächster Zeit mit keinen weiteren Zugbewegungen zu rechnen, an einen längeren Aufenthalt außerhalb der Bahnsteigüberdachung war bei diesem Wetter auch nicht zu denken. So langsam wurde es auch Zeit, den Weg in Richtung Vorstellungsgespräch anzutreten. Das sollte in der Nähe der Donnersbergerbrücke stattfinden, zwei S-Bahn-Stationen vom Hauptbahnhof entfernt.
Über lange, fast menschenleere Gänge erreichte ich den (nicht mehr so menschenleeren) S-Bahnsteig im Untergeschoss des Hauptbahnhofs.

Wirklich eilig war es aber immer noch nicht, deshalb stieg ich an der Hackerbrücke, der nächsten Station schon wieder aus. Diese ist von den Bahnsteigenden des Hauptbahnhofs nicht viel weiter entfernt als die zugehörigen Prellböcke. Von hier hat man eine andere Perspektive auf das Münchner Gleisvorfeld und alles, was dort abgestellt ist oder vorbeifährt.
Zum Beispiel zwei Alex-Loks, einen "normal" lackierten Herkules (223 067) und einen Taurus (183 001) mit Werbebeklebung für 175 Jahre Deutsche Eisenbahn:
Bild Bild 6
Davor fuhr VT 175 der Bayerischen Regiobahn (BRB) in Richtung Hauptbahnhof. Links hinten ist noch die pink-weiß lackierte 185 592 zu erkennen.

Ebenfalls hier abgestellt war der Luxon von RailAdventure, ein ehemaliger Rheingold-Aussichtswagen, der jetzt für Sonderfahrten gebucht werden kann.
Hier wurde er wohl gerade mit Catering-Material beladen, jedenfalls standen die Türen offen:
Bild Bild 7

Vom anderen Ende des S-Bahnsteigs hat man auch einen Blick auf die Hackerbrücke. Während hinten ein ICE 3 Richtung Hauptbahnhof fährt, kommt der VT 175 von dort wieder zurück:
Bild Bild 8

Mit der nächsten S-Bahn ging es weiter zur nächsten Station, die direkt an die namensgebende Donnersbergerbrücke angeschlossen ist.
Von dort oben war ein weiteres RailAdventure-Fahrzeug zu sehen, die 103 222:
Bild Bild 9

Dann wurde ich noch von der 146 245 "ausgetrickst", die mit einem weiß-blauen Rautenmuster Werbung für "100 Jahre Bahnland Bayern" macht.
Ich hatte die Lok schon von der Hackerbrücke aus im Hauptbahnhof stehen sehen. Von der Donnersbergerbrücke aus sah ich, wie sie langsam angefahren kam, dann aber aufs Nachbargleis wechselte und in einer Unterführung abtauchte. Erst auf der anderen Seite der Brücke sah ich sie dann wieder in einiger Entfernung, durch das Mastengewirr war aber auch mit Zoom kein brauchbares Bild möglich.

Morgen berichte ich noch von der Rückfahrt.

Viele Grüße
Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#783 Beitrag von MK69 » 9. Sep 2019, 18:24

Wieder super Aufnahmen, zum Aussischtswagen: die Tür steht schon längere Zeit offen, ich fahre fast täglich daran vorbei.
Viele Grüße aus München Meinhard (MK 69)

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Nochmal München – man sieht sich immer zweimal, Teil 2

#784 Beitrag von Benny » 10. Sep 2019, 12:00

Hallo Meinhard,
über längere Zeit offene Türen kommen mir bei so einem "Luxuswagen" zwar komisch vor, kann ich aber natürlich auch nicht ausschließen. Vom Nachmittag habe ich zwar Bilder mit geschlossenen Türen, aber das war die andere Seite, hat also keine Aussagekraft.
Aber wenigstens jetzt am Wochenende dürften die Türen geschlossen worden sein, da war der Luxon laut DSO nämlich auf Reisen quer durch Deutschland.
_____________________________________

Gut dreieinhalb Stunden später stand ich wieder auf der Donnersbergerbrücke, diesmal auf der anderen Straßenseite.
Hier biegt die Strecke Richtung Österreich in einer 120°-Linkskurve vom geradeaus weiter führenden Gleisgewirr ab. Noch bevor ich oben auf der Brücke angekommen war, kam die "Leonardo-Lok" mit einem ÖBB-EC um diese Kurve gefahren. Wäre sicher ein nettes Foto gewesen, aber die Kamera war noch im Rucksack verstaut.

Als "Ersatz" gibt es ein Bild von 9 Doppelstockwagen im 218-Sandwich, die durch diese Kurve Richtung Mühldorf fahren:
Bild Bild 10

Sechs Sekunden zuvor wurde noch ein BOB-Talent von einer S-Bahn "überfahren":
Bild Bild 11

Im Regen macht das Fotografieren keinen Spaß, deshalb fuhr ich mit der nächsten S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof. Dort sah ich gerade noch, wie die Leonardo-Lok aus ihrem Ankunftsgleis verschwand.
Dass die Leonardo-Lok nach München kommt, war mir aus der Werbelokvorschau bereits bekannt. Ich wusste zum entscheidenden Zeitpunkt nur nicht mehr, wann genau sie kommt.

Wenige Minuten später fuhr einen Bahnsteig weiter ein IC nach Basel ab. Mit dem hätte ich bis Plochingen fahren können, tat ich aber nicht. Stattdessen fotografierte ich die Abfahrt von außen:
Bild Bild 12
Der 120 108 kam dabei ein ICE 3 und noch ein Doppelstockzug in Sandwichbespannung entgegen.

Warum ich nicht den nächsten Zug nach Hause genommen habe? Weil ich aus der Werbelokvorschau wusste, dass in der nächsten Stunde noch zwei Werbeloks in München abfahren würden: Der schon gesehene (aber noch nicht fotografierte) Leonardo-Taurus, und die "Zeit für Gold"-101.

Letztere sollte einen EC Richtung Stuttgart ziehen, das wäre meine dritte Fahrtmöglichkeit gewesen. Zwanzig Minuten vorher gab es noch eine Verbindung, mit Umsteigen in Ulm (von ICE auf RE) und Plochingen. Ich wählte diese zweite Verbindung, aber bis zu deren Abfahrt war noch etwas Zeit totschlagen.
Weil ich sah, wie ein schwarzer MRCE-Taurus eine Schlange blau-weißer n-Wagen in den Holzkirchener Flügelbahnhof (München Hbf Gl.5-10) zog, stiefelte ich nochmal da hin.
850 Meter Fußmarsch später konnte ich den Wittenberger Steuerwagen an der Spitze des auf Gleis 7 stehenden Meridian-Ersatzzugs nach Kufstein fotografieren:
Bild Bild 13

Wie der Titel schon sagt: Man sieht sich immer zweimal. Jetzt war es die Leonardo-Lok, die ich ein zweites Mal sah, als sie die Wagen des EC 287 an den Bahnsteig schob. Eine halbe Stunde später sollte es dann Richtung Innsbruck losgehen. Im Gegensatz dazu war der Beethoven-Taurus eine Woche zuvor erst am Bahnsteig an den Zug gekoppelt worden; auf die damals benötigte Bereitstellungslok konnte jetzt verzichtet werden.
Jetzt habe ich oft genug von der Leonardo-Lok geschrieben, jetzt gibts endlich mal ein Bild:
Bild Bild 14
1216 019 der ÖBB wurde von Gudrun Geiblinger mit Leonardo da Vinci-Motiven gestaltet; warum, weiß ich nicht.
Aber das Ergebnis gefällt mir, deshalb schiebe ich noch eine Seitenansicht der Lok hinterher:
Bild Bild 15

Und gleich noch ein Bild mit dem Leonardo-Taurus, wenn auch nur als Beiwerk im Hintergrund:
Bild Bild 16
Der Fokus liegt auf dem nur teilweise gewaschenen ICE 3, in den ich kurz darauf (weiter hinten im 2.-Klasse-Bereich) eingestiegen bin.
Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass das der selbe Zug ist, der auf Bild 12 gerade einfuhr.
Links fährt gerade noch ein IC aus, der von 120 105 nach Ulm geschoben wird.

Die oben schon erwähnte "Gold-Lok" wollte ich nicht in München abwarten, sondern in Plochingen bei der Durchfahrt fotografieren. Weil mein ICE in Plochingen ebenfalls durchfuhr, stieg ich schon in Ulm aus und um in einen RE, der ein paar mehr Unterwegshalte im Filstal bedient.
Ich war in Ulm gerade ausgestiegen, als ich einen Bauzug ankommen sah:
Bild Bild 17
Laut Live-Sichtungen handelt es sich dabei um die V100-SP-027 von Spitzke, die mit dem Kranwagen "Oskar" mehr als sechs Stunden zuvor in Immendingen gestartet war.
Das niedrige Signal rechts erlaubt "meinem" ICE schon die Ausfahrt in Richtung Stuttgart.

Kommen wir nochmal zum Beitrags-Titel zurück: Den IC von Bild 16 mit 120 105 sah ich in Ulm noch ein zweites Mal, als er von 365 143 herumrangiert wurde:
Bild Bild 18
Das Bild ist sicher nicht optimal, aber nach der bereits verstrichenen Abfahrtszeit wollte ich nicht nochmal aussteigen. (Es hätte auch nichts genützt, weil der Bahnsteig auf der anderen Seite war.)

Der RE war etwas verspätet in Ulm angekommen, und wegen dem Traktionswechsel von Diesel- auf E-Lok ging es trotz zwölf Minuten planmäßigem Aufenthalt auch mit Verspätung weiter.
Während es in München noch geregnet hatte, war es in Ulm immerhin schon wieder trocken. In Geislingen wurde die gesamte Landschaft in goldenes Licht getaucht, bis Plochingen war die Sonne leider schon wieder in einer Wolkenschicht versunken.
Der Anschluss-RE nach Tübingen wurde in Plochingen nur noch erreicht, weil dieser noch etwas auf die umsteigenden Fahrgäste wartete.
Ich wollte in Plochingen aber nicht nur umsteigen, sondern noch ein bestimmtes Foto machen.
Lange warten musste ich nicht, denn nur drei Minuten nach Abfahrt des REs kam 101 071 mit einem EC nach Saarbrücken ohne Halt durch Plochingen gerauscht:
Bild Bild 19
Im Übergang von der "goldenen" zur "blauen Stunde" wurde das Licht zwar schon deutlich weniger, aber mit dem Ergebnis bin ich trotzdem zufrieden.
Die goldene Folierung mit "Zeit für Gold"-Schriftzug soll wohl darauf hinweisen, dass die DB die deutschen Olympia- und Paralympics-Teams in irgendeiner Form sponsert.

Jetzt musste ich nur noch irgendwie nach Hause kommen. Der RE hatte natürlich nicht noch länger gewartet, allerdings kam kurz darauf - genau passend für mich - der abendliche IC nach Tübingen mit einer Dreiviertelstunde Verspätung an. Normalerweise ist das der einzige Zug auf der Strecke, den ich nicht nutzen darf (das Semesterticket gilt nur im Nahverkehr). Aber ich hatte ja von München aus eine ICE-Fahrkarte, auf der der Fernverkehrsanteil nicht auf eine bestimmte Strecke eingeschränkt war.
Bei der Einfahrt des Zuges schaute ich mir von außen die Fenster an, und entdeckte ganz hinten am Steuerwagen Übersetzfenster, die man noch öffnen kann. Das allerletzte Fenster befand sich bereits im Fahrradabteil, wo sich niemand am Fahrtwind stören konnte. So konnte ich die Fahrt in die einbrechende Nacht am offenen Fenster genießen.
In der 90°-Kurve nach der Streckenverzweigung habe ich noch ein Bild gemacht:
Bild Bild 20
Die Zuglok des ICs ist zwar nicht zu sehen, dafür aber die auf einem Ausziehgleis abgestellte 363 137.
Wer nochmal zu Bild 2 hochscrollt, findet einen weiteren Grund, warum ich den Titel "man sieht sich immer zweimal" gewählt habe.

Viele Grüße
Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#785 Beitrag von Ingo » 10. Sep 2019, 15:56

Hi Benny
Na, du bist jung und eisenbahnverliebt, da muss man zu Leonardo da Vinci nit viel wissen. Ich weiß auch nicht viel mehr, nur dass er von 1452 bis 1519 gelebt hat. Jetzt sollte es dämmern: 500 Jahre ist es her, dass er gestorben ist: Anlässlich des 500.Todestages von Leonardo da Vinci ließ Roco in Kooperation mit den ÖBB diese Kunstlokomotive herstellen.
Für einen Modelleisenbahnhersteller ist es immer gut, exklusive Rechte zu haben, die lässt er sich auch was kosten.

Zum Integral siehe Forum. Beiträge von mir und Meinhard.
Grüße
Ingo

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#786 Beitrag von Tonio1044 » 10. Sep 2019, 18:20

Mein Gottt ist die schöne 103 Hässlich lackiert :argh :argh

Nur in Purpurrot/Elfenbein TEE Lackierung ein Augenschmaus :love

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#787 Beitrag von Benny » 15. Sep 2019, 20:00

Hallo Ingo,
danke für die Ergänzungen und Links!
_______________________________________________

Wenn ich hier mal an einem Tag keine Bilder zeige, liegt das (in letzter Zeit) meistens daran, dass ich neue Bilder mache - dann bleibt meist keine Zeit mehr zum Bearbeiten und Betexten. So war es auch von Mittwoch bis Samstag. Heute habe ich mal keine neuen Bilder gemacht, deshalb gibts ein paar Bilder von Freitag, als ich schon wieder in München war. Die Hinfahrt war schon am Donnerstag, davon berichte ich aber später. Die Rückfahrt am Freitagabend war zufälligerweise genau die gleiche Verbindung wie acht Tage zuvor (siehe mein letzter Beitrag).
Werbeloks gab es diesmal nicht, aber ich entdeckte zufälligerweise noch den "Grünstreifen-ICE" mit der Triebzugnummer 9024:
Bild Bild 1

Über die Kupplung in der Mitte "meines" ICEs hinweg war der grüne Streifen ebenfalls noch zu sehen:
Bild Bild 2
Das Bild ist aus zwei Belichtungsstufen zusammengesetzt, weil die Helligkeitsunterschiede zwischen Sonne und Schatten viel zu groß waren.

Im ICE gab es dann ein bisschen Chaos, weil die Anzeigen im und am Zug entweder gar nichts oder nur "Wir reinigen, bitte nicht einsteigen!" zeigten. Erst nach der Abfahrt wurden im Zug auch die Reservierungen angezeigt. Weil auch die Wagennummern zuvor nicht angezeigt wurden, waren viele Leute im falschen Zugteil unterwegs, und konnten erst nach dem nächsten Halt in München-Pasing ihre reservierten Sitzplätze erreichen. Das führte dazu, dass ich innerhalb weniger Minuten auf drei verschiedenen Plätzen saß...

In Ulm stand wieder der Umstieg auf den RE an, der bis Stuttgart auch ein paar Unterwegshalte bedient. Diesmal hatte er aber noch mehr Verspätung als letzte Woche; die Wartezeit nutzte ich für ein paar Fotos.
Vom neuen Fußgängersteg über die Gleise hat man einen guten Blick auf den gesamten Bahnhof. Leider muss man dabei durch Glasscheiben fotografieren. Ich hoffe, das fällt nicht zu stark auf.

Ziemlich pünktlich fuhr 101 129 mit einem EC nach Salzburg auf Gleis 2 ein:
Bild Bild 3

Etwas später kamen auch zwei HzL-Dieselloks angefahren, die V 124 und V 152. Der Lokführer hat erstmal ein paar Minuten Pause:
Bild Bild 4

Sieben Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit kam dann auch mein RE aus Lindau angefahren:
Bild Bild 5
Noch bestand aber kein Grund zur Eile, wieder auf den Bahnsteig zu kommen. In Ulm steht nämlich erstmal ein Traktionswechsel an. Die "Südbahn" von Ulm zum Bodensee ist nicht elektrifiziert, deshalb wird hier mit Dieselloks gefahren. Auf der Strecke nach Stuttgart hängt Fahrdraht, hier kommt eine E-Lok zum Einsatz. Die wartet schon im Weichenvorfeld, und wird auf obigem Bild gerade vom Zug "umfahren".

Während die Diesellok abgekuppelt wurde, machte ich noch ein "talentiertes" Bild mit der nördlichen Bahnhofsausfahrt, zwei Brücken und der Neubaustrecken-Baustelle im Hintergrund:
Bild Bild 6

Dann fuhr 245 036 vom Doppelstockzug weg:
Bild Bild 7

Das Ankuppeln der E-Lok wartete ich nicht mehr ab, sondern stieg lieber in den Zug ein. Als es dann endlich losging, hatten wir knapp 20 Minuten Verspätung.

Bild 7 war zwar nicht das letzte Bild des Tages, aber die restlichen Bilder passen besser zu einem tagesübergreifenden Thema, das ich demnächst vorstellen werde. Dann wird auch Tonio noch zu seinem Augenschmaus kommen ;)

Viele Grüße
Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#788 Beitrag von BR189 » 15. Sep 2019, 21:44

Tonio1044 hat geschrieben:
10. Sep 2019, 18:20
Mein Gottt ist die schöne 103 Hässlich lackiert :argh :argh

Nur in Purpurrot/Elfenbein TEE Lackierung ein Augenschmaus :love
Bin ich froh das es alles Geschmacksache ist. Ich finde die 103 im TEE-Kleid superlangweilig und bin froh das es mit der RA-103 eine hübsche abwechslung gibt.
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#789 Beitrag von Ingo » 16. Sep 2019, 12:03

Hi Benny,

Es fällt aber schon auf, dass du die halbwegs pünktlichen Züge besonders hervorhebst. Was ist los mit der DB? Früher sprach man von deutscher Gründlichkeit und Präzision, da scheint etwas liegen geblieben zu sein. Der größte Spediteur in Deutschland ist DB-Schenker und im Ausland gibt es nichts als Filialen der deutschen Bahn.
Hat man vergessen, dass in Deutschland auch Züge fahren sollen? Die Infrastruktur wird stark beansprucht und nur in kleinen Schritten ausgebessert. Das Netz ist in Deutschland viel engmaschiger als z.B. in Frankreich, da gibt es natürlich einiges zu unterhalten.
In F hat man sich auf die TGV-Strecken (=LGV) konzentriert und um das sehr dichte Netz im Raum Paris, wo ca. 20% der Bevölkerung des Landes leben. Dieses Netz wird sehr beansprucht und man hat kaum Gelegenheit, es zu warten. Der Rest, besonders die Nicht-Radiallinen, verfällt zusehends.
In D ist die Bevölkerung über das ganze Land verteilt, so Riesenstädte bzw Agglomerationen gibt es sehr wenig (vielleicht das Nordrhein-Westfälische Industriegebiet =Ruhrpott) und überall/-hin fahren Züge. Da gibt es viel Verkehrsaufkommen und halt auch Verspätungen, wie auch die Staus auf den Autobahnen ...

Wer kann so ein komplexes Problem schon lösen?
Ich nicht.
Ingo

PS. Ich mus Dennis im vorhergehenden Beitrag zustimmen.

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#790 Beitrag von Tonio1044 » 17. Sep 2019, 21:24

Um Gottes Willen Dennis :shock:

Gab doch bestimmt kein schönerer Anblick ,wenn ne 103 in Originalfarbe mit der Rheingold Garnitur majestätisch in den Bahnhof einfuhr :love :daho


Ach Ich vergass immer wieder schöne Bilder Benny :daho ausser... :o

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#791 Beitrag von BR189 » 18. Sep 2019, 01:01

Nicht wenn mann viel auf diversen Fotoseiten und Foren unterwegs ist und gefühlt jedes dritte Bild eine 103 im TEE-Lack ist.
Irgendwann hat mann sich satt gesehen und findet sowas dann entsprechend langweilig.
Und so schick finde ich die Form der 103 auch nicht. Ich mag mehr eckige und kantige Loks. Ausgenommen die Vectron.
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#792 Beitrag von MK69 » 22. Sep 2019, 10:57

Allgemeine Frage zu den Ersatzgarnituren für den Meridian: Ich habe gehört, dass die selbe Gesellschaft, der die "Silberlinggarnituren" gehören, auch in Neustrelitz(?) eine ET 403 (alt, alias Donald Duck) wieder aufarbeitet, es wurde vor einiger Zeit im Lokmagazin darüber berichtet. eine Frage dazu, weiß einer von Euch, wie weit die Aufarbeitung des Triebzuges ist und was mit den anderen noch vorhandenen(?) Teilen der Baureihe ist?
Viele Grüße aus München Meinhard (MK 69)

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