Reale Bahnbilder von Benny

Bundesbahn, Reichsbahn und Co
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#501 Beitrag von Benny » 17. Okt 2018, 12:00

Vielen Dank für die ganzen Kommentare und das Lob!
Meterfan hat geschrieben:
13. Okt 2018, 22:10
Einfach hingerissen bin ich vom Dampfzug um 19.10 h Nicht nur durch die Unschärfe sondern auch durch die hell scheinenden Lampen wirkt er sehr lebendig. Die meisten Bilder macht man ja bei schönem Wetter. Stimmungsvollere Bilder erhält man aber bei eigentlich schlechten Lichtverhältnissen oder Nebel und entdeckt das meisten erst nachträglich beim Betrachten.
Volle Zustimmung! Sowas kann man normalerweise nicht planen (und wenn man es plant, kommt doch alles ganz anders).
Ingo hat geschrieben:
16. Okt 2018, 20:39
Zu Dänemark: Ich hab damals (2007) den ganz normalen Zug verwendet, um über den Öresund nach Malmö zu kommen. War ein Gummiwulstzug.
Das klingt nach dem Øresundståg, von dem ich ja auch ein paar Bilder gezeigt habe.
Ingo hat geschrieben:
16. Okt 2018, 20:39
Wenn du ehrlich bist, haben die Loks eine starke Ähnlichkeit mit deutschen Fabrikaten (120).
Du meinst die Dieselloks auf den Bildern 42/43/45 im Vergleich mit der deutschen BR 120? Naja, der Knick in der Front hat gewisse Ähnlichkeiten, ansonsten fallen mir aber mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten auf :angel
Ingo hat geschrieben:
16. Okt 2018, 20:39
Die 97 ist (angeblich) eine Zahnradlok. Fährt die immer noch mit dem Antrieb für die Zahnstange?
Ja und ja. Die 97.5 sind Zahnradloks, und 97 501 hat auch noch einen funktionsfähigen Zahnradantrieb, in Betrieb zu sehen in diesem kurzen Video. Einziges Problem: Es gibt kein Zahnrad mehr. Weil die Lok mit Zahnrad nur auf bestimmten Strecken fahren darf (das würde sonst wohl an einigen speziellen Weichen hängenbleiben), wurden die unten herausstehenden Zähne irgendwann mal abgeflext. Damit ist es nicht mehr als Zahnrad zu gebrauchen. Und eine Zahnstange, wo das Zahnrad nützlich wäre, gibt es auch nicht mehr.

__________________________

Gestern war ich nochmal rund um Tübingen unterwegs, um noch ein paar herbstliche Bilder machen zu können. Hier mal nur eine Auswahl...

Ein etwas verspäteter LINT auf dem Weg nach Tübingen (viel Spaß beim Suchen :mrgreen: )
Bild Bild 1

Kurze Zeit später kommt ein einzelner 612er von dort:
Bild Bild 2

Nach einem weiteren LINT je Richtung kommen die 612er im Doppelpack zurück (hier ein Nachschuss durch einen Apfelbaum):
Bild Bild 3

Ein Blick ins Bw Tübingen mit abgestellten Regioshuttles und einem LINT, und noch einem 612er, der im Hintergrund nach Aulendorf fährt:
Bild Bild 4
Der Prellbock im Vordergrund hat auch schonmal bessere Zeiten gesehen.

Andere Seite von Tübingen, so langsam wirds abendlich. Ein RE hat Tübingen gerade verlassen und macht sich nun auf den Weg nach Stuttgart:
Bild Bild 5

Ein Bild aus der Kategorie "ungeplant gelungener Mitzieher": Zwei Regioshuttles folgen nach Bad Urach:
Bild Bild 6
Eigentlich war ich das Brückenfundament hochgeklettert, um den folgenden RE aus einer erhöhten Perspektive aufnehmen zu können. Wenige Minuten später war das Licht aber komplett weg.

Von woanders sah ich dann auch, warum: Die Sonne war hinter einer Wolkenschicht versunken.
Von der Brücke über den Haltepunkt Lustnau aus wollte ich noch einen RE aus Tübingen knipsen, als im selben Moment auch noch einer von hinten kam:
Bild Bild 7

Mit der nächsten RB ging es dann auch für mich wieder zurück nach Reutlingen und nach Hause.

Viele Grüße
Benny
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Ingo
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#502 Beitrag von Ingo » 18. Okt 2018, 13:28

Hallo Benny,
Danke für die Infos.
Benny hat geschrieben:(hier ein Nachschuss durch einen Apfelbaum)
Da hätte ich beinahe an Wilhelm Tell gedacht, aber der war ja bekanntlich damals in der Schweiz und nicht in deutschen Landen. :D
Das superromantische Bild am Schluss ist schon seeeeeehr Sonnenuntergang.
Noch eine Frage: Sind die LINT (Alstom Salzgitter) so hässlich, dass du nur ein kleinstes Strückchen davon zeigst und im Text nur erwähnst?

Ingo

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#503 Beitrag von Benny » 18. Okt 2018, 16:30

Ingo hat geschrieben:
18. Okt 2018, 13:28
Noch eine Frage: Sind die LINT (Alstom Salzgitter) so hässlich, dass du nur ein kleinstes Strückchen davon zeigst und im Text nur erwähnst?
Wieso nur erwähnt? Auf Bild 1 ist ein vollständiger LINT zu sehen. Du hast wohl nur nicht genau genug gesucht :lol1:

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Sie war aber auf jeden Fall nicht der Grund, warum ich kaum LINTs gezeigt habe. Sondern eher, dass die LINT-Bilder, die ich gemacht habe, entweder sehr ähnlich aussahen wie andere Bilder, oder nur wenig "herbstlich" waren.
Aber ich reiche gerne noch zwei nach (705 nach Tübingen, und ein paar Minuten später 706 in Gegenrichtung):
Bild Bild 8

Bild Bild 9

Viele Grüße
Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#504 Beitrag von Ingo » 20. Okt 2018, 01:42

OK,
sie sind nicht so schön.
In Schweden v. a. heissen sie Corradia Nordic und in Frankreich heissen sie auch Corradia, sind vierteilig und einige fahren sogar vmax 200.
Haben allerdings auch eine andere Frontpartie. Zum Vergleich hier ein Bild.
Grüße
Ingo

Edit: Beim Betrachten des Bilds sieht man, dass der Triebwagen aus zwei dreiteiligen Einheiten besteht. Ahem

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#505 Beitrag von Benny » 20. Okt 2018, 12:00

Alstom Coradia ist ja eine ganze Produktpalette. Die LINTs sind ein Teil davon, die Nordics genauso.
Und dein Bild sieht für mich eher nach einem sechsteiligen Zug aus, evtl. gebildet aus zwei dreiteiligen Hälften. Das schwarze Fensterband geht zumindest durch, Führerstände scheint es in der Mitte keine zu geben.

___________________

Gestern war ich nochmal unterwegs. Der Wetterbericht sagte morgens etwas Nebel voraus, was immer für eine ganz eigene Stimmung sorgt. Der Mertz-Zug fährt auch wieder, den wollte ich (durch die fortgeschrittene Jahreszeit mittlerweile schon kurz vor Sonnenaufgang) nochmal erlegen.

Nun ja, der Wetterbericht hatte Recht. Es war neblig, sehr neblig. Von Sonnenaufgang konnte keine Rede sein, es wurde nur im Laufe der Zeit allgemein etwas heller.
Der Mertz-Zug kam pünktlich und überraschte mich dennoch etwas. Zum Aufbauen des Video-Handy hats nicht mehr gereicht, für ein Foto schon:
Bild Bild 1

Bei den folgenden Zügen probierte ich verschiedene Standpunkte aus, aber meistens waren die so weit von der Strecke weg, dass man den Zug vor lauter Nebel kaum noch gesehen hat. Deshalb zeige ich erst wieder ein Bild von kurz hinter K'furt, wo ich dicht an der Strecke stand:
Bild Bild 2
Rein rechnerisch ist die Sonne zwanzig Minuten vorher aufgegangen...

Eine Dreiviertelstunde später, kurz vor Tübingen, taucht ein vierteiliger IRE aus dem Nebel auf:
Bild Bild 3

Nach einigen weiteren Fotos in Tübingen und um Tübingen herum landete ich schließlich im Ammertal. Oh Wunder - auch dort war es neblig. Dadurch wurden aber auch die Berge ringsherum "ausgeblendet" - und die Regioshuttles nach Herrenberg sind auf diesem Streckenabschnitt perfekt "freigestellt":
Bild Bild 4

Mittlerweile war es 11 Uhr, und die Mensa in Tübingen öffnete ihr Pforten. Beim Essen sah ich das erste Mal an diesem Tag eine blasse runde Scheibe am Himmel - und im Laufe der Zeit wurde das Wetter tatsächlich besser.

Um 12 Uhr kam der Mertz-Zug noch nicht zurück - obwohl er es laut Live-Sichtungen in den vergangenen Wochen mal um diese Zeit getan hatte. Laut Bildfahrplan der eingleisigen Strecke von Horb waren die nächsten Möglichkeiten 20 oder 60 Minuten später.
Deshalb kümmerte ich mich erstmal wieder um die "Regelzüge". Hier kommen gerade 650 024 und 021(?) um die Kurve, und passieren dabei eine Schlange Schotterwagen, die dort schon seit ca. einer Woche steht:
Bild Bild 5

Auf der Brückenböschungstreppe noch etwas weiter hochgegangen und zur anderen Seite geschaut, bot sich ein Motiv, das endlich mal "richtig herbstlich" ist:
Bild Bild 6
111 120 hat gerade die Einfahrweiche zum Güterbahnhof passiert und ist mir ihrem RE kurz vom Ziel - Tübingen Hbf.

Die eigentlichen Highlights des Tages kamen dann aber in der zweiten Tageshälfte - oder für euch in der zweiten Wochenendshälfte.

Viele Grüße
Benny

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Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#506 Beitrag von wuvkoch » 20. Okt 2018, 14:44

Hallo Benny,
Bild 2 ist , find ich , absolut Klasse!
Der Zug der aus dem Nichts kommt , könnte man sagen.
Der Herbst bietet eben doch eine Menge lohnenswerter Ansichten
Olaf
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EEP-Stammtisch Pressestelle :wuvkoch (at) aol.com

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#507 Beitrag von Benny » 21. Okt 2018, 12:00

Am Abend zuvor hatte ich erfahren, dass um 12:50 Uhr ein Messzug in Tübingen ankommen sollte.
Wieder etwas näher am Haltepunkt Lustnau wäre eine gute Fotostelle gewesen. Als ich ca. 20 Minuten vorher ankam, wartete dort aber bereits ein Fotograf. Ich bin nicht so ein Fan von Fotografenaufläufen (wie im "dramatischen" Video von 97 501 bei Schloss Grafeneck). Eine bessere Stelle war auf die Schnelle aber auch nicht aufzutreiben. Da es aber bei dem einen Fotografen blieb, war das aber kein Problem, sondern sorgte sogar für ein nettes Gespräch.
Nach ein paar weiteren Regelzügen kam auch das Objekt der Begierde: Drei Schallmesswagen wurden von den noch frisch glänzenden DB-Vectrons 193 346 und 330 nach Tübingen befördert.
Ich war noch von der 30 Sekunden zuvor in die andere Richtung gefahrenen RB abgelenkt, schaffte es aber trotzdem gerade noch, die Videoaufnahme zu starten und den Auslöser zu drücken:
Bild Bild 7

Etwas später bemerkten wir beide im Güterbahnhof einen hellen Fleck, der sich aber nicht bewegte. Erst als ich mal mit der Kamera hinzoomte, stellte ich fest: Das ist die Maxima vor dem Mertz-Zug, der dort vermutlich noch den IRE vorbeilassen sollte. Der hatte dann aber gut zehn Minuten Verspätung, sodass auch die folgende RB noch vorgelassen werden musste. Das wollte ich ausnutzen und mit dieser wieder ein Stück zurückfahren, wo die Sonne besser steht (bzw. die Strecke in eine sonnenmäßig besser passende Himmelsrichtung verläuft). Als der Zug dann aber kam und die Türen aufgingen, änderte ich meinen Plan schnell wieder - da war kein Fahrrad mehr reinzubekommen.

Nachdem der RB noch ca. 10 Minuten Vorsprung gelassen wurden, setzte sich der Mertz-Zug nach ca. halbstündiger Wartezeit langsam wieder in Bewegung. Dank Brücke über den Haltepunkt habe ich jetzt auch ein Bild vom Mertz-Zug von oben:
Bild Bild 8

Eigentlich wollte ich den Messzug in Tübingen nochmal von Nahem betrachten. Von der gut einstündigen Wende-Pause waren jetzt aber keine halbe Stunde mehr übrig. Die nutzte ich dann lieber dafür, um für eine zweite Streckenaufnahme wieder ein Stück zurück nach K'furt zu fahren, wo zumindest noch ein bisschen Rest-Sonne auf der Front zu erwarten war.
Ich war zwar rechtzeitig an der geplanten Stelle, wurde dann aber beim Speicherplatz-Freiräumen vom Messzug überrascht. Das ist das erste Foto, was ich noch geschafft habe:
Bild Bild 9
Da spielt die kaum noch vorhandene Front-Sonne auch kaum noch eine Rolle.

Nicht ganz so überrascht wurde ich vom RE, der sieben Minuten später in der gleichen Richtung folgte:
Bild Bild 10
Der anscheinend defekte Steuerwagen am Zugende wurde durch eine zweite Lok kompensiert.

Dann gab es noch einen letzten Programmpunkt für heute: Ich wollte nochmal die Rottenburger Neckarbrücke von oben fotografieren. Beim ersten Versuch war ich gescheitert. Beim zweiten Versuch kam nur ein "unpassender" Zug. Jetzt wollte ich es nochmal probieren.
Mit einem proppevollen LINT fuhr ich von Tübingen nach Rottenburg. Vom Bahnhof ging es erstmal 75 Höhenmeter rauf auf die Hochfläche. Oben angekommen, begann die Kletterei durch den Wald. Der (sicher nicht offizielle) Aussichtspunkt war seit meinem letzten Besuch vor gut einem Jahr zum Glück nicht zugewachsen, und ein schräg stehender Baumstamm bot sogar eine perfekte Befestigungsmöglichkeit fürs Video-Stativ.

Da ca. die Hälfte der Züge von Tübingen nur bis Rottenburg fahren, kommt es dort oft nur zu "halben" Zugkreuzungen, wo also ein Zug nicht weiterfährt oder im Bahnhof startet. "Hinter" Rottenburg (also auch auf der Neckarbrücke) kommen daher meistens nur ein Zug alle halbe Stunde vorbei.
In der Hauptverkehrszeit am Freitag war aber doch mehr los. Ich musste nicht lange warten, bis ein LINT aus Horb kam und über die Brücke rollte:
Bild Bild 11

Neben der leicht diesigen Herbst-Atmosphäre gab es noch einen Pluspunkt: Keinen Wind und damit keine Wellen, sodass sich der Zug auf der Brücke perfekt im Neckar spiegelt.
In Rottenburg kreuzte der LINT dann mit einem 612er, der um diese Uhrzeit nicht schon in Rottenburg endet, sondern noch zwei Stationen bis Bieringen weiterfährt. Fünf Minuten nach dem LINT 705 betritt 612 127 die Bildfläche (damit es nicht langweilig wird, ein anderer Bildausschnitt):
Bild Bild 12

Ich hatte, was ich wollte, und machte mich auf den Rückweg zum Bahnhof Rottenburg. Gleiches galt für den gezeigten Zug, der in Bieringen wendete. Am BÜ an der Bahnhofseinfahrt begegneten wir uns wieder. Mit diesem Zug wollte ich auch zurück nach Tübingen fahren. Vorher mussten aber noch zwei Gegenzüge abgewartet werden. Das gab mir Zeit, um zumindest für den ersten Gegenzug noch ein Stückchen zurück zu fahren. Nach wenigen Minuten passiert dann 650 301 das Rottenburger Einfahrsignal, während daneben noch Bäume kleingehäckselt werden:
Bild Bild 13
Damit hatte ich alle drei auf dieser Strecke eingesetzten Baureihen zusammen, und machte mich auf den Rückweg zum Bahnhof. 612 127 hatte noch einen weiteren Regioswinger davorgekoppelt bekommen, der bis auf einen weiteren Radfahrer ziemlich leer war. Nachdem der zweite Gegenzug in Rottenburg angekommen war, ging es nach Tübingen. Dort am selben Bahnsteig in den RE nach Reutlingen umgestiegen (die Tür zum einzigen Fahrradabteil war defekt, deshalb musste ich mein Fahrrad in einem anderen Einstiegsbereich verkeilen), und ab nach Hause.

Mein Fazit für den Tag: Das frühe Aufstehen hätte ich mir sparen können, aber ab dem Mittagessen wurde es dann richtig schön :daho

Viele Grüße
Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#508 Beitrag von Benny » 22. Okt 2018, 12:15

Gestern "musste" ich nochmal los. Ich hatte gehört, dass ein Militärzug vorbeikommt, mit längerem Aufenthalt in Tübingen zum Traktionswechsel. Die Ankunft in Tübingen war für 14:17 Uhr geplant.
Sonntags ist die Taktdichte des ÖPNV nicht so hoch, deshalb nahm ich einen Zug, der bereits eine halbe Stunde vorher in Tübingen eintraf. Und gerade als er in Tübingen einfuhr, kam auch schon der Militärzug durch den Bahnhof gefahren :o und verschwand Richtung Güterbahnhof.
Ich fuhr hinterher, und konnte die V 124 der HzL noch beim Umsetzen erwischen:
Bild Bild 14
Das "V" in "V 124" deutet ja eigentlich auf eine Diesellok hin. Aber wenn ich mir das Bild so anschaue, könnte das auch eine Dampflok sein...

Nach dem Umfahren aller Wagen, die im Güterbahnhof abgestellt waren, setzte sich die Lok vor den blauen Touax-Wagen, der schon seit über einem Monat an der Ladestraße steht:
Bild Bild 15

Nach ein paar Minuten sprang das Sperrsignal auf Sh1 (zwei weiße Lichter, "Fahrverbot aufgehoben"), und V 124 setzte sich wieder qualmend in Bewegung:
Bild Bild 16
Außerdem kommen gerade zwei Regioshuttles nach Plochingen um die Ecke.
Ich folgte dem Zug noch bis zur Blauen Brücke, aber er war nicht mehr zu sehen. Daher denke ich, dass er direkt (ohne weiteren Halt im Hbf) wieder zurück in Richtung Hechingen gefahren ist (wenige Minuten, bevor er überhaupt erst ankommen sollte).

In den Livesichtungen hatte ich gesehen, dass aus Plochingen 152 152-5 unterwegs nach Tübingen war, und zwar schon hinter dem RE statt der folgenden RB. Der RE kam mir im vorderen Teil des Güterbahnhofs entgegen, und bis ich am hinteren Teil war, stand die Lok auch schon da. Weil von der Strecke keine Einfahrten in besetzte Gleise möglich sind (das geht nur als Rangierfahrt), musste auch diese Lok erstmal wieder aus dem Gbf raus, und konnte dann als Rangierfahrt auf das Gleis mit dem Militärzug fahren:
Bild Bild 17

Bis zur planmäßigen Abfahrt hätte es noch eineinhalb Stunden gedauert. Aber auf Pläne wollte ich mich nicht mehr verlassen. Ich vermutete eher, dass der RE (nach dem Wenden in Tübingen) nochmal vorgelassen werden sollte, und der Militärzug danach abfahren würde. Von der Brücke über den Hp Lustnau hatte ich den Militärzug und die Weichen(zungen) zum Güterbahnhof mit viel Zoom noch halbwegs im Blick. Aber da tat sich nichts, auch als der RE bereits in Reutlingen war.
Deshalb ging ich davon aus, dass auch der IRE noch vorgelassen werden sollte - und weil der mal wieder verspätet war, auch gleich noch die folgende RB. So lange wollte ich nicht auf der Brücke warten (zumal die Stelle immer gegenlichtiger wurde), sondern lieber die Strecke noch ein bisschen entlang fahren (wie am Freitag beim Messzug).

Auf Höhe des nächsten Blockvorsignals wartete ich noch auf die RB:
Bild Bild 18

Ein paar Sekunden zuvor war in der Gegenrichtung noch 111 120-2 mit ihrem RE gekommen:
Bild Bild 19

Weiter ging es bis kurz vor K'furt, wo das zugehörige Blocksignal steht. Als es in Sichtweite kam, stand es schon wieder auf grün.
Ich hatte gerade eine akzeptable Position erreicht, als der Militärzug bereits auf der Bildfläche erschien:
Bild Bild 20
In der Eile habe ich dann leider nicht mehr so genau auf die perfekten Auslösezeitpunkte (Masten und so) geachtet. Und die Schatten waren irgendwie auch schon länger, als ich es erwartet hatte...
Mit sieben Panzern auf acht Wagen (der letzte war leer) ist es sicher nicht der längste Militärzug. Aber man nimmt, was man kriegen kann :)

Fazit: Die besten Fahrzeiten nützen nichts, wenn sich die Züge nicht dran halten. :x Aber gerade bei Güter- oder Sonderzügen kann man halt nicht immer so viel Glück haben wie bei dem Messzug am Freiag.

Viele Grüße
Benny
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Re: Im Mai am Main: Teil 1

#509 Beitrag von Benny » 25. Okt 2018, 20:00

Mittlerweile auch schon wieder ein Weilchen her...
Im Mai machten mein Vater, meine Schwester und ich wieder eine mehrtägige Radtour: Den Main hinab, von der Quelle bis zur Mündung.
Der Main wird fast auf seiner gesamten Länge von Bahnstrecken begleitet - und insbesondere im mittleren Maintal war auf den Schienen ordentlich was los. Dabei konnte ich auch einige Bilder machen, und eine Auswahl davon will ich euch im folgenden zeigen.

Den Text habe ich im Laufe der vergangenen Monate am Handy geschrieben (meistens im Zug nach/von Böblingen, wenn das mobile Internet nicht richtig funktioniert hat), die Bilder in den vergangenen Wochen zu Hause am PC bearbeitet.
Da die Bild-Auswahl doch etwas größer geworden ist (80 Bilder und ein Video), muss ich den Bericht von der fünftägigen Tour auf vierzehn Beiträge strecken.
Selbst wenn ich es schaffe, jeden Tag einen Beitrag einzustellen (da ich alle als "Entwurf" im Forum gespeichert habe, ist das kein großer Aufwand mehr, ich muss halt nur immer zu einem passenden Zeitpunkt dran denken), wird der letzte wohl erst im November erscheinen.

Fangen wir im ersten Beitrag erstmal gemächlich an...
________________________________

Los ging es am 10. Mai von Reutlingen mit dem RE nach Stuttgart. Von dort schob uns 114 035-9 im nächsten RE in zweieinhalb Stunden nach Nürnberg:
Bild Bild 1

Mit dem dritten RE gelangten wir durchs landschaftlich reizvolle Pegnitztal nach Creußen. Nachdem unter Mithilfe des Schaffners sieben Fahrräder plus Gepäck durch eine (alles andere als ebenerdige) Tür ausgeladen worden waren, konnte 612 141 seine Fahrt nach Bayreuth fortsetzen:
Bild Bild 2

Nachdem wir den Roten Main (einer der beiden Quellflüsse des Mains) schon kurz nach dem Aussteigen in Creußen überquert hatten, schickte uns der Radweg erst nochmal ca. acht Kilometer bergauf zur Rotmainquelle.

Von dort ging es auf relativ direktem Weg nach Bayreuth. Wir hatten die Quelle gerade wieder verlassen, als es erst leicht anfing zu tröpfeln, und sich kurze Zeit später ein heftiger Wolkenbruch über uns entlud. Da konnte auch die beste Regenkleidung nicht mehr viel ausrichten...
Die nächsten gut zehn Kilometer verlief der Radweg "querfeldein", ohne Kontakt zur Bahnstrecke oder zum Roten Main. Nachdem die Gewitterfront durchgezogen war, war das Wetter wieder recht brauchbar. In Bayreuth näherten wir uns den Gleisen nochmal bis auf wenige hundert Meter – ganz hin kamen wir aber nicht. Dafür konnten wir die zwischenzeitlich getrocknete Regenkleidung wieder einpacken und von nun an dem Roten Main folgen.

Zwischen Drossenfeld und Neuenreuth führte der Radweg über die ehemalige Bahnstrecke Bayreuth Altstadt–Kulmbach. Das stand zwar nirgendwo, aber an der Linienführung war eindeutig zu erkennen, dass man sich auf einer Bahntrasse befindet.

Gegen Abend erreichten wir den Mainzusammenfluss, wo sich Weißer Main (links) und Roter Main (rechts) zum Main (unten) vereinigen:
Bild Bild 3

Nachdem wir die Bahnstrecke Bamberg–Hof einmal über- und einmal unterquert hatten, fanden wir in Mainleus in einem Gasthof eine Übernachtungsmöglichkeit – in Hör-, aber leider nicht Sichtweite eines Bahnübergangs.

Die folgenden Tage waren dann deutlich "bahnreicher". Die ersten Bilder davon gibts morgen.

Viele Grüße
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Re: Im Mai am Main: Teil 2

#510 Beitrag von Benny » 26. Okt 2018, 18:00

Der nächste Morgen war bedeckt, aber trocken. Der Radweg führte durch die Main-Auen, mehr oder weniger parallel zur Bahnstrecke. Nach ein paar Kilometern näherten sich von hinten zwei "Walfische":
Bild Bild 4

Ich wollte gerade wieder losfahren, als ein agilis-Regioshuttle dies auch tat – zuvor hatte es sich hinter den Bäumen des Haltepunkts Mainroth versteckt:
Bild Bild 5
Ziemlich gut getarnt...
Vor anderem Hintergrund sieht man es schon besser:
Bild Bild 6

Nach einer Mainquerung lief der Radweg etwas abseits der Gleise, und traf erst in Hochstadt am Main (der Bahnhof heißt Hochstadt-Marktzeuln) wieder auf die Strecke. Dies war so ziemlich der nördlichste Punkt der Route. In der Bahnhofsausfahrt kam uns das nächste Regioshuttle von agilis entgegen. Sah aber genauso aus, und motivlich war die Stelle auch nicht besonders toll. Ich kam wieder nur ein paar Meter weit, als von hinten ein Zug kam. Diesmal war es ein Güterzug mit einer BR 187 an der Spitze:
Bild Bild 7

In Lichtenfels kümmerten sich mein Vater und meine Schwester um das Auffüllen der Lebensmittelvorräte, während ich einen Abstecher zum Bahnhof machte. Der Bahnhof ist recht groß, war aber fast menschenleer. In der halben Stunde, die ich dort war, kamen nur ein paar Regionalzüge: drei verkehrsrote Hamsterbacken und noch ein agilis-Regioshuttle.

Als Vertreter der Hamster zeige ich den fünfteiligen 442 307 mit Taufname "Markt Ebensfeld", der nach Bamberg unterwegs ist:
Bild Bild 8

Vor dem Stellwerk sind zwei Formsignale aufgestellt worden, dahinter biegt nach links eine Strecke nach Coburg ab. Das ist auch das Ziel von VT 650.702:
Bild Bild 9

Die beiden folgenden Hamster nach Kronach bzw. Jena Saalbahnhof waren zwar etwas kürzer (nur vierteilig), sahen ansonsten aber genauso aus wie der gezeigte.

Etwas abseits, im Bereich des (ehemaligen?) Bws, waren noch einige nicht alltägliche Züge abgestellt:
Bild Bild 10
Das links sieht für mich nach einem Unkrautspritzzug mit je einer oceanblau/beigen und orientroten V100 aus. Rechts steht VT 18.16.07, der erst zwei Monate zuvor hierher überführt worden ist, um hier für eine Ausstellung in Nürnberg optisch hergerichtet zu werden (was auf dem Foto anscheinend noch nicht geschehen ist). Diese Baureihe ist auch bekannt als "TEE/ICE der Deutschen Reichsbahn".

Morgen gehts weiter - sowohl mit Fahrstrecke als auch mit Bildern.

Viele Grüße
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Re: Im Mai am Main: Teil 3

#511 Beitrag von Benny » 27. Okt 2018, 16:00

Kurz hinter Lichtenfels kam der Radweg an einer Bank vorbei, mit weitem Blick über Felder auf die Bahnstrecke. Zwar im Gegenlicht, aber der Himmel war eh bedeckt. Während wir die Bank für eine halbstündige Essenspause nutzten, war auf den Gleisen gut was los. Die Personenzüge konnte ich dank "Zugradar" bis auf wenige Minuten genau vorhersagen. Mit einem gewissen Überraschungsmoment tauchten dazwischen auch noch Güterzüge und einzeln fahrende Loks auf, die nicht vom Zugradar erfasst wurden.

Nach links wurde die Sicht begrenzt durch einen Straßendamm, auf dem wir zuvor Autobahn (A73) und Bahnstrecke überquert hatten.
In diese Richtung verschwindet gerade die 3+5-teilige Hamstergarnitur:
Bild Bild 11

Vier Minuten später tauchte von dort 185 303-5 mit 16 braunen Kesselwagen auf (dass man einen Güterzug in voller Länge aufs Bild kriegt, ist auch nicht selbstverständlich):
Bild Bild 12

Erst acht Minuten später folgte dem Güterzug der nächste Hamster - diesmal die vierteilige Version, aufgenommen vor der Kulisse der Basilika Vierzehnheiligen.
Bild Bild 13
Kurz darauf tauchte in der Gegenrichtung noch ein Fünfteiler auf - so viel anders sehen die aber auch nicht aus.

Dem fünfteiligen Hamster folgte wenige Minuten später 185 070-0, die solo Richtung Nordwesten unterwegs ist:
Bild Bild 14

Zum Abschluss gab es noch zweimal zwei Regioswinger (BR 612). Einmal nach Bamberg (nach rechts)...
Bild Bild 15
... und einmal von Bamberg, nach Hof bzw. Nürnberg mit Zugteilung in Neuenmarkt-Wirsberg:
Bild Bild 16

Für uns ging es dann weiter. Für euch aber erst morgen :P

Viele Grüße
Benny
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Re: Im Mai am Main: Teil 4

#512 Beitrag von Benny » 29. Okt 2018, 21:00

Zwei Orte weiter, am Ortsausgang von Bad Staffelstein, hörte ich von hinten einen Zug herannahen. Das Foto hat geklappt...
Bild Bild 17
...aber mein Fahrrad musste dran glauben: Ich hatte den Lenker in der Eile nicht gut genug austariert, sodass er umschlug und mit der dabei gesammelten kinetischen Energie das gesamte Fahrrad aus dem Gleichgewicht brachte, sodass es umfiel. Ist aber nichts kaputt gegangen; nach dem Aufsammeln des Korb-Inhalts konnte es weiter gehen.

Etwas später unterquerten wir die neue Schnellfahrstrecke nach Erfurt (VDE 8.1), die sich hier ins Maintal einfädelt. Die Sonne stand gut, das Motiv war interessant – nur ein Zug fehlte, und war laut Zugradar auch so schnell nicht zu erwarten.
Das änderte sich auch nicht bis Bamberg, wo der Main (und damit der Radweg) abbiegt, die Bahnstrecke aber weiter geradeaus führt (und der Regnitz bergauf folgt, die hier auch vom Main-Donau-Kanal "benutzt" wird).

In Bamberg zweigt dafür noch eine neue Strecke ab (aus unserer und Main-Sicht als Spitzkehre), die dem Main bis Schweinfurt folgt. Aber erst nach der Hälfte der Wegs, in Zeil am Main, sahen (und überquerten) wir die Strecke das erste Mal. Zuvor waren wir auf der anderen Seite des hier ziemlich mäandernden Mains.

Kurze Zeit später konnte ich dieses Bild machen:
Bild Bild 18
Eine zerdepperte Bierflasche hatte sich über den gesamten Weg verteilt, und ein besonders spitzer Splitter sich in den Hinterreifen meiner Schwester gebohrt.
40 Minuten später war das Loch geflickt, und es konnte weiter gehen.

Ab Haßfurt lief der Radweg direkt neben der Bahnstrecke. Und obwohl wir einige Züge beim Unterqueren der Strecke oder wegen ungünstigen Stellen verpasst haben, ist die Foto-Ausbeute nicht schlecht.
Fast sechs Stunden nach dem letzten Zugfoto kam uns 152 014-7 mit einem Containerzug zwischen Haßfurt und Wülflingen im Gegenlicht entgegen:
Bild Bild 19

Nach Wülflingen ergab sich ein schön ausgeleuchteter Blick zurück auf den Ort. Wenn jetzt noch ein Zug käme...
Bild Bild 20
... dann brauche ich zum Anhalten und Kamera rausholen so lang, dass er (fast) schon wieder verschwunden ist.

25 Minuten später war es dank schnurgerader Strecke nicht mehr so überraschend, dafür kommt 185 203-7 mit einem gemischten Güterzug wieder genau im Gegenlicht:
Bild Bild 21

Die letzten Bilder von diesem Tag kriegt ihr morgen zu sehen.

Viele Grüße
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Re: Im Mai am Main: Teil 5

#513 Beitrag von Benny » 30. Okt 2018, 20:00

Die Zeit schritt voran, und wir hatten noch keine Unterkunft für die Nacht. 500 Meter nach dem letzten Bild fand sich eine schöne Stelle, wo ich auf Züge warten konnte, während der Rest nach Übernachtungsmöglichkeiten telefonierte – beides ohne Erfolg.
Lediglich so ein Foto entstand in der Wartezeit:
Bild Bild 22

Und dann, als wir gerade weiterfahren wollten, tauchte in der Ferne doch noch ein Zug auf:
Bild Bild 23
445 063 war somit der erste der (auch nicht mehr ganz) neuen Twindexx-Triebzüge, den ich "live" gesehen habe.
Der vierteilige Doppelstockzug war noch nicht ganz verschwunden, als in Gegenrichtung mit 440 117 ein dreiteiliges Mopsgesicht auftauchte:
Bild Bild 24
Ganz links im Bild ist noch ein Rücklicht des "angetriebenen Doppelstock-Steuerwagens" sehen.

Zwanzig Minuten später erreichten wir Schonungen, und wurden dabei von 440 301 überholt:
Bild Bild 25

Schließlich kamen wir nach Schweinfurt, wo wir im B&B Hotel zwei Zimmer fanden:
Bild Bild 26

Jetzt kann ich mal wieder sagen: Bilder vom nächsten Tag gibts am nächsten Tag - also morgen.

Viele Grüße
Benny
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Re: Im Mai am Main: Teil 6

#514 Beitrag von Benny » 31. Okt 2018, 20:00

Am nächsten Morgen kamen wir kurz nach dem Start am Schweinfurter Bahnhof vorbei. Während mein Vater sich um neues Bargeld kümmerte, konnte ich vom Fußgängersteg aus den Betrieb beobachten.

Zuerst kam ein Mops von Gemünden nach Bamberg:
Bild Bild 27
Dahinter verstecken sich vier abgestellte Zweiwegebagger.
Fast zeitgleich mit dem Mops kam aus der anderen Richtung 185 194-8 mit einem gemischten Güterzug an:
Bild Bild 28
Nach dem Anhalten schwappte der Inhalt der unter dem Steg zum Stehen gekommenen Kesselwagen noch hörbar mehrere Minuten herum.

Noch ein paar Minuten später kamen VT 007 und 014 der Erfurter Bahn (die gibt es schon seit Urzeiten in EEP im Grundbestand). Ein Zugteil kam ebenfalls aus Gemünden, allerdings über eine andere Strecke als der Mops zuvor. Unterwegs in Ebenhausen wurde er an den anderen Zugteil aus Bad Neustadt angekuppelt. Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter, allerdings nicht nach Erfurt, sondern nur bis Schweinfurt Stadt:
Bild Bild 29
Unten in der Mitte sieht man die Dachaufbauten eines abgestellten Mopsgesichts.

Am "DB Lagerhaus" war zwar nichts los, aber ein Bild will ich euch trotzdem nicht vorenthalten:
Bild Bild 30

Bei der Weiterfahrt überquerten wir nochmal die Gleise auf einer großen Straßenbrücke, von der eine Fahrspur extra als Radweg abgesperrt war. Dabei fuhr ein RE unter uns durch:
Bild Bild 31
Im Gegensatz zu uns braucht dieser Zug bis nach Frankfurt nur noch zweieinhalb Stunden statt mehrere Tage.

Dieser Zug war auch der letzte, zumindest für die nächsten Stunden. Bei Schweinfurt knickt der Main nach Süden ab. Das tut die Bahnstrecke zwar auch, bis Würzburg nimmt sie aber einen etwas direkteren Weg und führt somit nicht durchs Maintal.

Wie es weiterging, erfahrt ihr morgen.

Viele Grüße
Benny
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Re: Im Mai am Main: Teil 7

#515 Beitrag von Benny » 1. Nov 2018, 20:00

Erst 50 Kilometer weiter, in Kitzingen, kreuzt die nächste Bahnstrecke das Rheintal. Die Abfahrtstafel zeigte nur zwei stündliche REs nach Nürnberg bzw. Würzburg an, die hier kurz vor bzw. nach der vollen Stunde halten.
Schon vorher machte sich aber der Hunger bemerkbar, und aus "kurz was einwerfen" wurde eine einstündige Pause an einem halbwegs schattigen Plätzchen in den Weinbergen kurz vor Sommerach.
Das hatte zwei Folgen: Erstens reichte es wieder knapp nicht bis zur nächsten vollen Stunde nach Kitzingen. Und zweitens gab es nun keinen allgemein akzeptierten Grund mehr ("Nahrungsaufnahme" ist einer), längere Zeit am Bahnhof auf Züge zu warten.

Bis zum Bahnhof reichte es bis zur nächsten vollen Stunde nicht, aber laut Karte führt der Radweg kurz vor dem Ort parallel zur Bahnstrecke. Von der war vor Ort aber nichts zu sehen. Vermutlich verlief sie viele Meter höher am Hang und war im Wald gut versteckt.
Letztendlich fanden wir aber doch noch eine "Lösung": Während mein Vater und meine Schwester unsere Packtaschen bei einem Edeka wieder auffüllten, beeilte ich mich zum Bahnhof zu kommen. Auf dem Zugradar hatte ich nämlich gesehen, dass sich gerade drei ICEs näherten.
Den ersten (einen ICE-T, wenn ich mich richtig erinnere) sah ich noch vom Bahnhofsvorplatz aus, für ein Foto war ich aber zu spät.
Vom Mittelbahnsteig aus hatte man die Signale in beide Richtungen gut im Blick.
Der Sonnenstand (wenn sie nicht gerade hinter einer Wolke verschwunden war) passte eigentlich nur für Nachschüsse auf nordwärts fahrende Züge. Deshalb fange ich auch mit einem solchen an:
Bild Bild 32
So ganz sauber ist 401 561 (ein ICE 1) auch nicht mehr...

Nur zwei Minuten später folgte schon der nächste ICE (ein ICE 3-Halbzug) in der gleichen Richtung. Hier kommt er gerade die Kurve von der Mainbrücke herauf:
Bild Bild 33

Weitere zwei Minuten später tauchte in der (noch sonnigen) Kurve auf der anderen Seite des Bahnhofs 187 104 mit einem gemischten Güterzug auf:
Bild Bild 34
Auf dem Hausbahnsteig führt die Polizei gerade eine größere Personenkontrolle durch. Später kamen die Polizisten auch noch auf "meinen" Bahnsteig. Ich war ihnen aber entweder zu weit weg oder zu unverdächtig, sodass sie nur eine dort sitzende Person kontrollierten.
(Und mein Fahrrad hat sich auch noch im Bild versteckt)

Aber zurück zu 187 104: Die habe ich auch noch von näherem fotografiert, aber ohne Sonne:
Bild Bild 35

Nachdem ich geschlagene drei Minuten warten musste, kam der nächste Güterzug: 193 827 zieht einen langen Zug mit sehr vielen LKW-Walter-Aufliegern südwärts:
Bild Bild 36
Wer genau hinschaut, sieht, dass selbst in der Kurve noch kein Ende in Sicht ist.
Laut Dennis ist die Lok die vorletzte für Railpool (jetzt vermietet an TXL) und eine der (mittlerweile nicht mehr ganz so) wenigen, die 200km/h fahren kann/darf.

Als Entschädigung für die lange Wartezeit kam dann auch gleich noch ein Containerzug in der Gegenrichtung, gezogen von 185 217-7 und einer unbekannten Schwestermaschine:
Bild Bild 37
Für fünfzehn Sekunden stand ich zwischen beidseitig tosenden Güterwagen – und war ganz froh, dass der Bahnsteig so breit war.

Apropos Bahnsteig: Falls ihr euch wundert, warum ich nicht bis an dessen Ende gegangen bin: Den Grund könnt ihr auf dem nächsten Bild erkennen.

Dann klingelte mein Handy und ich wurde zum Edeka zurückbeordert. Bevor ich den Bahnhof verließ, wartete ich aber noch den Grund für das inzwischen wieder auf Grün gesprungene Signal ab:
Bild Bild 38
Es war 185 276-3 mit einem KLV-Zug.

Sechs Züge in einer guten Viertelstunde am Bahnhof Kitzingen ist keine schlechte Ausbeute, finde ich.
Das war aber noch nicht alles, was Kitzingen so zu bieten hat. Morgen gibt es noch mehr Bilder (nicht nur) aus Kitzingen.

Viele Grüße
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Re: Im Mai am Main: Teil 8

#516 Beitrag von Benny » 2. Nov 2018, 15:00

Um wieder auf den "offiziellen" Radweg zu kommen, mussten wir den Main auf einer Straßen- parallel zur Bahnbrücke überqueren, und die Bahnstrecke auf beiden Seiten nochmal unterqueren. Und beidesmal kam ein ELL-Vectron mit Containern über die Brücke gefahren, als wir auf der sonnenabgewandten Seite waren, mit jeweils nur einem kleinen "Guckloch" zwischen Bäumen:
Bild Bild Bilder 39 und 40

Fast zeitgleich kam ein Doppel-Mops angefahren, der gleich in Kitzingen halten wird (hier ein Nachschuss):
Bild Bild 41

Von der anderen Seite hat man dank Main-Biegung einen guten Blick auf die Bahn- mit der davor etwas tieferliegenden Straßenbrücke. Und da die Regionalzüge hier wie erwähnt zur vollen Stunde in beide Richtungen fahren, konnte ich noch eine kurze Pause durchsetzen.
Nach drei Minuten warten war ein Wolkenschatten weitergezogen, und mit einem 3+4-teiligen Doppel-Mops ein Zug mit genau der richtigen Länge auf die Brücke gefahren:
Bild Bild 42

Zehn Kilometer weiter kam schon die nächste Bahnstrecke an den Main. Aber obwohl dort laut OsmAnd ICs und ICEs fahren, sahen wir auf den folgenden gut 20 Kilometern keinen fahrenden Zug (vermutlich unter anderem deshalb, weil der Radweg nicht direkt neben der Bahnlinie verlief). Lediglich ein paar abgestellte Güterwagen gab es in verschiedenen Industrieanschlüssen zu sehen.
In Ochsenfurt kamen wir aber noch an einer kleinen Kuriosität vorbei (die ich vor vielen Jahren schonmal in der MIBA gesehen hatte). Die Drehachse der Schranken an einem Bahnübergang sind nicht horizontal, sondern vertikal. Oder mit anderen Worten: Die Schranken werden nicht hochgekurbelt, sondern zur Seite geschwenkt und sperren dann die Gleise ab:
Bild Bild 43
Über die an den Bahnübergang anschließende Brücke überquerten wir den Main, dort ging es dann weiter nach Würzburg. Da die Gleise auf der anderen Main-Seite blieben, gab es keine Züge zu sehen. Erst kurz vor Würzburg queren die Gleise Main und Radweg im rechten Winkel. Mittlerweile machte sich etwas Hunger bemerkbar, und ich lenkte die Pause in den Schatten der "Konrad-Adenauer-Brücke", auf der die B19 direkt neben der Bahnbrücke den Main quert.

Ein Blick aufs Zugradar sorgte jedoch für Ernüchterung: Obwohl kurz vor der Brücke noch eine weitere Bahnstrecke (aus Lauda) dazukommt, war so schnell kein Zug zu erwarten.
Erst einige Bananen, je einen Jogurt und über zwanzig Minuten später tat sich was auf den Gleisen, als eine "Quietschie-Familie" (zweiteilige BR 426, genannt "Baby-Quietschie", und vierteilige BR 425, "Quietschie" genannt) über die Brücke rumpelte:
Bild Bild 44

Nach Würzburg rein ging es über die Uferpromenade. Eine Straßenbahn überquerte den Main vor der Festung Marienberg:
Bild Bild 45

In Würzburg war wohl gerade Stadtfest oder sowas Ähnliches. Jedenfalls war die Innenstadt und auch die Alte Mainbrücke (wo der Radweg rüber ging) von Menschenmassen bevölkert, sodass wir selbst schiebend nur mit Mühe durchkamen.

Doch was dann geschah - erzähle ich morgen :grins:

Viele Grüße
Benny
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Re: Im Mai am Main: Teil 9

#517 Beitrag von Benny » 3. Nov 2018, 22:15

Nachdem wir den größten Trubel am Mainufer hinter uns gelassen hatten, telefonierte meine Schwester schonmal nach einer Übernachtung – vorerst erfolglos. Ich ging derweil ans Ufer und sah die auf verschiedenen Höhen angelegte Würzburger Bahnhofsausfahrt. Aber auch ich hatte keinen Erfolg. Auf den Gleisen tat sich nichts, nur auf dem Main bretterte "Josef" von der BRK-Wasserwacht mehrmals hin und her:
Bild Bild 46

Etwas später querte die Neubaustrecke den Main auf einer langen Brücke (die eigentliche Mainquerung ist weiter links, der im Bild sichtbare Teil steht noch am anderen Ufer):
Bild Bild 47
Auf der "alten Strecke" am anderen Ufer fuhr hörbar ein Autozug, sichtbar aber nur durch eine winzige Baumlücke. Auf der Brücke kam aber nichts, und laut Zugradar war so schnell auch kein Zug zu erwarten.

Obwohl der Radweg meistens nur wenige Meter vom Main entfernt verlief, war von der Bahnstrecke auf der gegenüberliegenden Seite nichts zu sehen: Der Uferbewuchs bildete eine zuverlässige Sichtblockade.
Erst zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn entdeckte ich einen Trampelpfad durch den Waldstreifen ans eigentliche Ufer.
Dort bot sich ein herrliches Panorama aus Weinbergen mit fast perfekter Spiegelung.
Fehlte nur noch ein Zug...
Während meine Schwester weiter nach Unterkünften telefonierte, kam auch einer:
Bild Bild 48
185 172-4 (gut zu sehen) zieht einen Militärzug (nicht so gut zu sehen) nach Süden Richtung Würzburg.
Wer den gesamten Zug sehen will: Ich habe mir die Arbeit gemacht, die folgende Übersicht aus 16 Einzelbildern zusammenzusetzen. Lohnt sich natürlich nur richtig, wenn man es auch (nach einem Klick aufs kleine Bild) in voller Größe betrachtet:
Bild

Vier Minuten später folgte ein bunter Containerzug mit unbekannter Lok:
Bild Bild 49

Und mittlerweile war auch der im Zugradar entdeckte Personenverkehr in abwartbare Nähe gerückt.
Erst schwamm noch eine Entenfamilie vorbei...
Bild Bild 50
... und zwei Minuten später wurden vier Doppelstockwagen auf die "Bühne" geschoben:
Bild Bild 51

Soviel von dieser Stelle. Morgen gehts weiter den Main entlang.

Viele Grüße
Benny
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Re: Im Mai am Main: Teil 9

#518 Beitrag von KBS198 » 4. Nov 2018, 00:48

Benny hat geschrieben:
3. Nov 2018, 22:15
185 172-4 (gut zu sehen) zieht einen Militärzug (nicht so gut zu sehen) nach Süden Richtung Würzburg.
Wer den gesamten Zug sehen will: Ich habe mir die Arbeit gemacht, die folgende Übersicht aus 16 Einzelbildern zusammenzusetzen. Lohnt sich natürlich nur richtig, wenn man es auch (nach einem Klick aufs kleine Bild) in voller Größe betrachtet:
Bild
Der erste Wagon sieht mit dem darauf verlasteten "Wolf" aber schon sehr überladen aus :mrgreen:
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Re: Im Mai am Main: Teil 10

#519 Beitrag von Benny » 4. Nov 2018, 18:00

Einige Kilometer weiter fand ich wieder eine Lücke im Uferbewuchs, gleichzeitig kündigte sich akustisch der nächste Zug an. Für Fotos war die Stelle nicht so toll, deshalb entschied ich mich für einen Film. Und gerade als der Containerzug durch war, kam in der Gegenrichtung noch ein Autozug:
Video 52

In Karlstadt überquerten wir den Main, nun verlief der Radweg mehr oder weniger direkt neben der Bahnstrecke; Anfangs noch auf Main-Niveau, dann ging es mit einem kurzen steilen Stück mehrere Meter hoch aufs Gleisniveau.
Die Stelle gefiel mir. Noch während ich "Beweisaufnahmen" machte, sprang ein Vorsignal auf grün, und drei Minuten später, in den letzten schwachen Sonnenstrahlen des Tages, kam 193 848-9 der EGP mit einem Containerzug um die Ecke:
Bild Bild 53
Meine Schwester zählte 53 Container.

Eine knappe Viertelstunde später kam ein kurzes Mopsgesicht von vorne:
Bild Bild 54

Und schließlich, gegen viertel vor neun, erreichten wir Wernfeld. In dem Ort hatten wir zwischenzeitlich eine Unterkunft reservieren können. Bevor es dorthin ging, schaute ich aber noch am Haltepunkt (an dem wir von der Strecke abbiegen mussten) nach den Signalen: Grün in beide Richtungen.
Zuerst kam ein (immerhin vierteiliger) Mops, nämlich 440 038, von Würzburg nach Gemünden und hielt am Bahnsteig:
Bild Bild 55

Hinter dem Zug schaltete das Signal auf Rot, kurze Zeit später auf Gelb und dann wieder auf Grün.
Sieben Minuten nach dem Mops rauschte ein Twindexx-Triebzug ohne Halt durch:
Bild Bild 56

Und eine Minute später tauchte auch in Gegenrichtung endlich ein Zug auf, und auch 445 055 rauschte auf dem Weg nach Würzburg ohne Halt durch Wernfeld.
Bild Bild 57
Das Bild ist überall etwas unscharf, mit nur einer kleinen Ausnahme: Fahrzeugnummer und DB-Logo auf der Front. Keine Ahnung, wie ich das "hinbekommen" habe... 8-)

Obwohl das Signal Richtung Gemünden schon wieder auf Gelb gesprungen war, verzichtete ich angesichts wartender Gastgeber und zunehmender Dunkelheit auf weitere Fotos.

Bilder vom nächsten Tag gibts dann morgen.

Viele Grüße
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Re: Im Mai am Main: Teil 11

#520 Beitrag von Benny » 5. Nov 2018, 20:00

Am nächsten Morgen kamen wir erst nach zehn Uhr los. Da war kurz nach dem Start in Gemünden nicht schon wieder eine Fotopause drin, obwohl Gemünden mit zwei Strecken nach Südosten und drei Strecken nach Nordwesten ein ziemlicher Knotenpunkt ist.

Kurz hinter Gemünden quert die Neubaustrecke das Maintal ein weiteres Mal auf einer langen Brücke. Diesmal meldete das Zugradar einen ICE, der relativ bald kommen sollte.
Nach fünf Minuten kam er dann aus dem Tunnel, fuhr über die Brücke...
Bild Bild 57
... und überquerte die Gleise der Maintalbahn.
Bild Bild 58
Auf diesen Gleisen war übrigens nichts los, während ich dort stand.
Mein Vater und meine Schwester hatten auf der anderen Seite der Brücke in deren Schatten gewartet, von dort aber nur einen Stromabnehmer vorbeifahren sehen.

Nach einer kostenlosen Fährüberfahrt und einer Flussbiegung kam bei Nantenbach ein Abzweig der Neubaustrecke aus dem Berg, überquerte den Main auf einer großen Fachwerkbrücke und fädelte sich auf die Maintalbahn ein.
Obwohl wir dort ein Weilchen warteten, war ein Motorboot das einzige, was kam:
Bild Bild 59

Fünf Kilometer weiter, bei Lohr am Main, verschwindet die Bahnstrecke von eben jenem. Da die Strecke in Lohr selbst vom Radweg am anderen Ufer nicht mehr sichtbar ist, sah ich schon etwas zuvor meine letzte Chance der nächsten paar Stunden, noch einen Zug zu fotografieren.
Da das Zugradar nicht laden wollte, konnte ich nur warten und hoffen. Ich war kurz vorm aufgeben, als sich doch noch ICE-T ins Bild schob:
Bild Bild 60

Und bis der Rest auch wieder weiterfahrbereit war, kam sogar noch ein Zug, diesmal sogar im Sonnenlicht:
Bild Bild 61

Nun verlief der Main 35 Kilometer bahnstreckenlos direkt nach Süden – der Radweg genauso. Dabei überquerten wir zuerst den 50. Breitengrad und eine Stunde später die bayrisch-baden-württembergische Landesgrenze.

In Wertheim mündet die Tauber in den Main, und bringt dabei die Westfrankenbahn mit. Bilder davon gibts aber erst morgen.

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