Reale Bahnbilder von Benny

Bundesbahn, Reichsbahn und Co
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Branderjung
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#921 Beitrag von Branderjung »

Hallo Benny,
nachdem ich schon lange in diesem Beitrag nichts mehr geschrieben habe, hole ich das hiermit nach!

Ich muss sagen sehr viele schöne Fotos und du hast ein Händchen dafür die Züge/Loks stimmungsvoll in der Landschaft abzulichten.
Einfach toll und großes Kino was du uns hier immer zeigst.

Danke dafür das du uns teilnehmen lässt an deinen Fototouren (Fahrradtouren)
Gruß Herbert
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Benny
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Re: Güterverkehr auf der herbstlichen Zollernalbbahn, Teil 2

#922 Beitrag von Benny »

Da wir natürlich nicht den ganzen Tag in Storzingen warten wollten, gingen wir nach den beiden IREs los in Richtung Sigmaringen.
Der Weg verläuft nicht immer in Sichtweite der Bahnstrecke, aber wir waren zufälligerweise gerade kurz vor einer Brücke, als wir ein näherkommendes Geräusch hörten. Wenige Sekunden später kam die SWEG-blau lackierte V151 hinter Gestrüpp hervorgefahren. Es reichte gerade noch für einen Notschuss:
Bild Bild 8
Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, war die Lok nicht alleine unterwegs, sondern hatte noch ein paar Gaskesselwagen am Haken, die sie wohl zuvor irgendwo anders eingesammelt hatte.
Wir spekulierten darauf, dass die Rangierarbeiten in Storzingen etwas Zeit in Anspruch nehmen, sodass die Lok nicht vor dem nächsten Personenzug zurück käme.
Etwas weiter kannte Oli eine größere Ackerfläche, über die hinweg man einen guten Blick auf die Strecke hat.
Rechtzeitig zu den nächsten Regioshuttles waren wir da:
Bild Bild 9

Was man auf den Bildern nicht sieht, ist die Bodenbeschaffenheit des Feldwegs, auf dem ich stand. Der Weg sah eigentlich ganz normal aus (zwei gekieste Fahrspuren mit Grasstreifen dazwischen), war aber mit Lehmbrocken vom angrenzenden Feld gesprenkelt. Auch die sahen ziemlich harmlos aus, erwiesen sich aber als äußerst klebrig. Nicht am Boden, aber an Schuhen und Fahrradreifen. Der Dreck verklemmte sich dann unter den Schutzblechen, sodass schon nach wenigen Metern die Räder lieber über den Boden rutschten als sich am Dreck vorbeizudrehen.
Die Zeit bis zur Rückkehr der Regioshuttles nutzte ich dann dafür, mein Fahhrad aus dieser "Lehmhölle" herauszubekommen und es wieder in einen halbwegs fahrfähigen Zustand zu versetzen. Ich konnte dann sogar noch das Feld entlang fahren, um den Zug bei der Rückfahrt nach Tübingen von der anderen Seite aufzunehmen:
Bild Bild 10

Nach einem erneuten Wechsel der Feldseite kam nur sechs Minuten nach den Regioshuttles die blaue Lok zurück, am Haken hatte sie nun - wie erwartet - die Flachwagen aus Storzingen sowie am Zugende die mitgebrachten vier Gaskesselwagen:
Bild Bild 11

Mittlerweile war auch die Planzeit für den anderen Güterzug gekommen, der hier neben dem Salzzug halbwegs regelmäßig unterwegs ist. Ziel dieses "Holcim-Zugs" ist das Zementwerk in Dotternhausen nahe Balingen.
Wir wechselten einmal mehr die Ackerseite, und warteten, ob vor dem planmäßigen IRE noch etwas anderes kommen würde. Als wir aus der Ferne Zuggeräusche hörten, war die Planzeit des IREs schon fast erreicht - aber eben erst fast, deshalb stammten die Geräusche auch nicht vom IRE, sondern von einer angemieteten Gravita, die kurz darauf zwischen hohen Bäumen um die Kurve bog:
Bild Bild 12

Mit weniger Zoom konnte ich ein paar Sekunden später noch den gesamten Zug mit 15 Staubgutwagen aufs Bild bringen:
Bild Bild 13

Morgen, im dritten Teil des Berichts, gibt es dann sogar ein paar Sonnenbilder zu sehen.

Viele Grüße
Benny
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Ingo
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#923 Beitrag von Ingo »

Hi Benny,

Seit meiner letzten Sichtung ist viel Zeit vergangen und viele Züge durchs Land gefahren. Viele Züge sind einander ähnlich, du versuchst aber, immer wieder eine neue Sichtweise und Abbildung zu finden.

Sehr schön sind die Herbst-Bilder mit den Regioshuttles. Das ist irgendwie anheimelnd.
Die Dampflok hast du schön abgebildet. War das eine 18.3 (ehem. badische IV h)? Die Innenzylinder fallen auf. Ich kenne ja Dampfloks schlecht und schon gar nicht mehrzylindrische.

Zum Schienenbus: Die Privatbahnen in Österreich haben aus Sparsamkeitsgründen lange Zeit keine modernen Fahrzeuge angeschafft sondern vorhandene gepflegt und sanft modernisiert. So können deutsche Museumsbahnen immer wieder auf interessante Fahrzeuge zurückgreifen. (z.B. eine Gleichstromlok aus Wuppertal von 1904).

Bist du immer noch/schon wieder in Kurzarbeit?

Grüße
Ingo

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Benny
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Re: Güterverkehr auf der herbstlichen Zollernalbbahn, Teil 3

#924 Beitrag von Benny »

Nach dem knapp vorausgefahrenden Güterzug war der folgende IRE Richtung Stuttgart mit nur einer Minute Verspätung überraschend pünktlich unterwegs. Vom entgegenkommenden IRE Richtung Aulendorf konnte man das nicht behaupten, hatte der doch im Laufe der Fahrt 20 Minuten Verspätung aufgesammelt. So schien aber gerade die Sonne, als 612 128 mit grüßendem Lokführer um die Kurve bog:
Bild Bild 14

Die auf den Bildern 12 und 14 (im Hintergrund) sichtbare Brücke ist übrigens beidesmal die selbe. Aufgrund der interessanten Bauweise habe ich auch noch ein Bild von der Seite gemacht:
Bild Bild 15
Während der lange Mittelteil der Brücke (zur Überquerung des Flüsschens Schmeie) aus einem hohen Blechträger besteht, sind die auf beiden Seiten daran anschließenden Blechträger möglichst flach ausgeführt - trotzdem bleibt für die darunter verlaufenden Wege nur eine Durchfahrtshöhe von 3,4m.
Dies ist übrigens nicht die einzige Schmeie-Querung. Wenn ich mich nicht verzählt habe, wechselt die Bahnstrecke zwischen Albstadt und Inzigkofen 19-mal die Seite des Gewässers!

Die Wanderung ging weiter, in das Örtchen Oberschmeie hinein und gleich wieder hinaus. Kurvig überquert der Weg einen Bergrücken, den die Bahnstrecke mit dem 125m langen Wendenbühltunnel durchquert. Zwischen Tunnelportal und darüber hinweg verlaufendem Weg wuchsen zu viele Bäume zum Hindurchfotografieren, aber neben dem Tunnelportal sahen wir ein kleines Stückchen Wiese, zu dem wir uns durchkämpften. Die Sonne kam nochmal kurz raus, verschwand aber wieder, noch bevor die nächsten Regioshuttles aus Sigmaringen kamen:
Bild Bild 16
Die Perspektive ist ähnlich wie in Bild 14, am Telegrafenendmast kann man aber erkennen, dass dieser Einschnitt kurz darauf in einen Tunnel übergeht.

Kurze Zeit später waren wir in Unterschmeien. Am dortigen Sportplatz warteten wir fast zwei Stunden auf die Rückkehr des Salzzugs - vergebens. Stattdessen kamen "nur" die planmäßigen Personenzüge. Von den beiden IREs gibts keine tollen Bilder, aber für die nächste HzL nach Sigmaringen kam nochmal die Sonne raus:
Bild Bild 17

Bei der Rückfahrt (zwei Stunden nach Bild 16) wurde immerhin der Zug noch leicht angestrahlt - und der Kalksteinfelsen, der im Hintergrund aus der Landschaft ragt:
Bild Bild 18

Nach dem Bild warteten wir nochmal zwanzig Minuten, ob der Salzzug vielleicht nach einer Kreuzung mit den Regioshuttles in Storzingen auftauchen würde - tat er aber nicht.
Die Felsen hatten aber Olis Interesse geweckt. Wo man hochgucken kann, müsste man doch auch runtergucken können!? Nachdem wir ein Weilchen durch den Ort und den Wald geirrt waren, fand ich tatsächlich eine Stelle mit Ausblick nach unten - nicht genau oberhalb der Felsen, sondern etwas seitlich davon (ich glaube, ziemlich genau oberhalb des Zugs in Bild 18).

Wir mussten nicht sonderlich lange warten, bis sich der nächste IRE nach Aulendorf zu unseren Füßen in die Kurve legte:
Bild Bild 19

Oli wollte hier noch den Salzzug abwarten, da es im Folgenden kaum noch eine Fotostelle gegeben hätte, die für den Salzzug lang genug gewesen wäre. Ich war der Meinung, dass der Salzzug eh erst eine Stunde später käme (nach den nächsten Regioshuttles), so lange wollte ich an dieser Stelle nicht mehr warten. Ich ließ mich aber überreden, wenigstens noch ein bisschen zu bleiben.

Ob sich das gelohnt hat, erfahrt ihr - Achtung, Cliffhanger! - erst morgen :P

Viele Grüße
Benny
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Re: Güterverkehr auf der herbstlichen Zollernalbbahn, Teil 4

#925 Beitrag von Benny »

Um die Spannung vom Ende des letzten Teils gleich wegzunehmen: Das Warten hat sich gelohnt!
Eine Viertelstunde nach dem IRE tauchte schon wieder ein Spitzenlicht unter der Straßenbrücke im Hintergrund auf, und V152 der HzL bog mit dem nun beladenen Salzzug um die Kurve:
Bild Bild 20
Die Gravita fehlt ebenso wie der Rungenwagen. Generell scheint es sich nicht um den selben Zug zu handeln, der am Morgen hingefahren ist, jedenfalls stimmen die Alterungsspuren bzw. Dachfarben nicht überein. Immerhin den Verbleib der Gravita konnte ich nachträglich klären: Sie hat den Salzzug noch bis zum Scheitelpunkt der Strecke in Albstadt nachgeschoben, und ist anschließend wieder zurückgefahren nach Balingen, um den Holcim-Zug zu helfen (der kam aber nicht mehr bei Tageslicht).

Nachdem wir so ziemlich das Maximum an Güterverkehr aus der Zollernalbbahn herausgekitzelt hatten, machten wir uns auf die letzte Etappe Richtung Donautal. Was nach "bergab" klingt, bedeutete für uns "bergauf", denn wir wollten zur Burgruine Gebrochen Gutenstein, bzw. zu einem Aussichtsfelsen ganz in der Nähe. Wir kamen gerade oben an, als unter uns die nächsten zwei Regioshuttles nach Sigmaringen fuhren.
Die Rückfahrt eine Viertelstunde später sah aber (bis auf die Farbe der Lichter) identisch aus:
Bild Bild 21

Was auf obigem Bild wie eine zweigleisige Strecke aussieht, sind in Wirklichkeit zwei eingleisige Strecken, die bis Inzigkofen parallel verlaufen. Dreht man sich nach rechts, sieht man die Trennung der beiden Strecken: Während die Donautalbahn dem Donautal Richtung Tuttlingen folgt, biegt die Zollernalbbahn nach rechts ab ins Tal der Schmeie - und darauf die beiden Regioshuttles:
Bild Bild 22
(Falls das Bild bei euch nicht vollständig auf den Bildschirm passt: Hier klicken, in der Einzelansicht skaliert der Browser das Bild normalerweise automatisch so, dass es passt.)
Die Mündung der Schmeie in die Donau wird hier leider gerade von der Brücke der Donautalbahn verdeckt. Dafür sind im Gegenlicht die Y-Schwellen gut zu sehen, die auf beiden Strecken verbaut sind.

In nächster Zeit war kein Zug mehr zu erwarten, deshalb machten wir uns auf den Weg nach Sigmaringen. Der schnellste Weg führte nicht durchs Tal an der Bahnstrecke entlang, sondern gerade durch den Wald - dementsprechend sahen wir in der folgenden Stunde keinen Zug mehr, obwohl auf der Donautalbahn bestimmt noch was gefahren wäre.
Als wir in Sigmaringen ankamen, blieb uns noch fast eine Stunde bis zur Abfahrt des nächsten Zuges nach Tübingen. Während Oli schon zum Bahnhof ging, erklomm ich nochmal einen (kleineren) Aussichtsfelsen, der direkt über der Bahnstrecke liegt.
Der nächste Zug von der Donautalbahn her kam ein paar Minuten früher als geplant, so blieb mir nur ein Notschuss - und der misslang gründlich.
Als Ersatz zeige ich euch das Hohenzollernschloss, das direkt gegenüber auf einem Felsen thront:
Bild Bild 23

Auch vom Gegenzug (der mit +10 angekündigt war, mich mit "nur" +8 aber doch wieder überraschte) gibt es kein zeigenswertes Bild.
Als Abschluss des Berichts daher ein Bild vom Bahnsteig mit fünf Regioshuttles in drei Farben:
Bild Bild 24
Rechts auf Gleis 6 zwei Regioshuttles im Landes- und HzL-Design, die gerade aus Tübingen angekommen sind und hier enden.
In der Mitte auf Gleis 4 zwei DB-Shuttles, die kurz zuvor aus Aulendorf angekommen waren und bald wieder dorthin zurückfahren werden.
Ganz links steht auf Gleis 2 das einzelne HzL-Shuttle, in dem wir fünf Minuten später die Fahrt durch die Nacht nach Tübingen antraten.

Viele Grüße
Benny
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Re: Schusterbahn am Abend, Teil 1

#926 Beitrag von Benny »

Von der Schusterbahn, also der Stuttgarter Güterumgehungsstrecke Untertürkheim – Kornwestheim habe ich ja schon einige Fotos gezeigt. Am frühen Morgen kann man gut aus den Weinbergen auf das König-Wilhelm-Viadukt herunterfotografieren, am Abend liegt die Kurve vor dem Schnarrenbergtunnel gut im Licht – zumindest dann, wenn die Sonne nicht schon hinterm gleichnamigen Weinberg verschwunden ist. Das war bei meinem ersten Besuch im März leider der Fall.
Deshalb startete ich an einem Donnerstagabend Mitte August relativ spontan einen neuen Versuch. Meine anfängliche Befürchtung, schon wieder zu spät zu sein, bewahrheitete sich nicht, die Kurve lag noch prächtig in der Sonne. Ich musste auch nicht lange warten, bis der erste Güterzug auftauchte:
Bild Bild 1
Leider (aus Fotografensicht) standen auf der im März noch brachliegenden Weinbergparzelle mittlerweile schon wieder metallene Rebstangen. Auch die Vegetation entlang der Strecke tat ihr bestes, die Züge vor neugierigen Blicken zu schützen. So blieb im Wesentlichen nur noch die im Bild zu sehende Lücke.
Die vergleichsweise dunkle Vegetation in Kombination mit den weißen Häusern im Hintergrund sorgte für einen ordentlichen Korrekturbedarf bei der automatischen Belichtung.

Mit viel Zoom konnte man auch noch in den Bahnhof Stuttgart-Münster schauen. Dort tauchte vier Minuten später ein Baby-Quietschie auf, hielt kurz an und fuhr eine weitere Minute später zu meinen Füßen vorbei. Da ich mit selbigen noch eine Parzelle zurückgelaufen war, gibt es nun Weinreben im Vordergrund:
Bild Bild 2

Es dauerte keine zwei Minuten, bis im Bahnhof schon der nächste Zug auf- und hinter den Bäumen gleich wieder abtauchte. Dort blieb er mehrere Minuten auf Tauchstation (vermutlich warten am Blocksignal), bis er schließlich doch im "Sichtfenster" auftauchte. Weil der Zug schon aus der Ferne nach etwas besonderem aussah, nahm ich ihn etwas größer ins Bild:
Bild Bild 3
Dieser Bauzug der Firma Schweerbau wird gezogen von einer dreiachsigen Diesellok, dahinter hängen ein Rottenkraftwagen sowie ein paar Maschinen- und Gerätewagen.

Bis zum nächsten "Zug" dauerte es wieder nur drei Minuten, wobei er schon nach der Hälfte der Zeit im Bahnhof Münster zu sehen war. "Zug" deshalb in Anführungszeichen, weil es eigentlich nur eine allein fahrende Lok war, nämlich eine altrote V100:
Bild Bild 4
Ich nenne das Bild "Weinrot zwischen Weinreben".

Zwei Minuten später tauchte ein Güterzug aus dem Schnarrenbergtunnel auf. Weil die Stelle für Züge in Richtung Untertürkheim nicht so gut geeignet ist, zeige ich stattdessen ein Bild mit viel Zoom zum Bahnhof Münster. So ist sogar der gesamte Zug zu sehen:
Bild Bild 5
Kurz zuvor waren noch zwei dreiteilige Hamster durch den Bahnhof gefahren. Die machen sich am "Hauptmotiv" schon deutlich besser:
Bild Bild 6

Von der Perspektive hatte ich langsam genug, also wurde es Zeit für einen Standortwechsel. Wer genau hinschaut, sieht vor dem Zug eine Asphaltstraße. Dort wollte ich hin. Der Weg dorthin war aber alles andere als zielstrebig: Erstmal musste ich wieder hoch zum Bergrücken, dann einen anderen Weinbergweg runter, über das Tunnelportal drüber, noch weiter runter, woanders wieder hoch, in einem kleinen Tunnel unter der Strecke durch (dabei kam noch ein Güterzug mit schwarzer Lok, aber ohne brauchbares Bild), und nach noch ein paar Höhenmetern und einer scharfen Rechtskurve war ich endlich da.

Bilder von dieser Stelle gibts aber erst im nächsten Teil.

Viele Grüße
Benny
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Re: Schusterbahn am Abend, Teil 2

#927 Beitrag von Benny »

Leider beschränkt sich die Streckensicht auf die eine Vegetationslücke. An den Gleisen entlang gucken geht nicht richtig, dafür ist man nicht nah genug dran.
Der nächste Zug im Fahrplan war die letzte Quietschie-Fahrt des Tages. Weil es in die andere Richtung eine unpassende Sonne-Schatten-Kombination gab, gibt's hier einen Nachschuss komplett im Schatten:
Bild Bild 7
Das Einfahrsignal am linken Bildrand zeigt Langsamfahrt, weil der Zug aufs andere Gleis wechseln muss, um am Hausbahnsteig in Stuttgart-Münster zu halten – einen anderen Bahnsteig gibt es dort nämlich nicht.
Und die giftgrüne 4 auf der Hektometertafel ist vermutlich sogar "offiziell" aufgemalt worden, weil die originale 4 zuvor anscheinend mit einer schwarzen 9 übersprüht wurde.

Dann war erstmal wieder Ruhe. Erst nach über zehn Minuten war ein leises Brummen zu vernehmen, das lauter und lauter wurde. Ich dachte schon, das gleich eine Großdiesellok (Ludmilla oder Maxima) mit einem schweren Zug um die Kurve kommt, es war dann aber doch "nur" eine BR 294 mit zwei leeren Rungen- und sechs Hochbordwagen im Schlepp:
Bild Bild 8

Nachdem ich jetzt aus jeder Richtung wenigstens einen Zug "im Kasten" hatte, machte ich mich wieder auf den Weg. Sooo toll war die Stelle doch nicht.
Im März war ich Richtung Zazenhausen weitergefahren, jetzt fuhr ich in die andere Richtung zum König-Wilhelm-Viadukt. Also nicht genau dorthin, sondern wieder in die Weinberge (an eine andere Stelle, die ich empfohlen bekommen hatte und wo ich schon auf dem Hinweg vorbeigekommen war) mit Blick aufs Viadukt. Das liegt am Abend nämlich auch schön in der Sonne.

Ich musste gar nicht lange warten, bis eine kleine Lok über das große Viadukt fuhr:
Bild Bild 9
Ich gehe mal stark davon aus, dass es sich um 294 757 vom vorherigen Bild handelt.

Von den Weinbergen am Robert-Bosch-Krankenhaus hat man auch einen guten Blick auf die Rosensteinbrücke bei Bad Cannstatt. Über die fuhr gerade eine der beiden RAB-Gesichterloks mit einem RE Richtung Ulm:
Bild Bild 10

Der Blick reicht sogar noch weiter nach rechts zum Bw/Abstellbahnhof Rosenstein und den Ausfahrgleisen vom Hauptbahnhof Richtung Pragtunnel. Auf diesen ist gerade ein GoAhead-Flirt unterwegs (im rechten Bilddrittel):
Bild Bild 11
Im Abstellbahnhof sind noch ein paar grüne (und weiße) Flixtrain-Wagen zu sehen. Wie ich erst später erfahren habe, haben diese Wagen am selben Abend Stuttgart zum vorerst letzten Mal verlassen (anscheinend will der bisherige Betreiber nicht mehr weitermachen, und Flix hat noch keinen neuen gefunden).

Kurz darauf verließen zwei "klimaschützende" (=grüne Streifen an den Enden) Velaros Stuttgart in Richtung Ulm:
Bild Bild 12

Die Stelle, an der ich stand, hatte allerdings einen kleinen Nachteil: Wie auf Bild 9 zu sehen ist, stand mitten vor dem König-Wilhelm-Viadukt ein Baukran. Deshalb fuhr ich etwas weiter nach links bis ans Ende des Wegs. Jetzt war vom Bw zwar nichts mehr zu sehen, dafür war der Baukran bis zum Brückenkopf "gewandert" und somit nicht mehr im Weg.

Jetzt musste ich nur noch warten, dass mal wieder ein Zug vorbeikommt. Und ihr müsst bis morgen warten, bis die nächsten Bilder kommen :P

Viele Grüße
Benny
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#928 Beitrag von MK69 »

Hallo Benny, darf ich dir ein Hinweis zu Bild 12 geben? Darauf ist ein ICE 3-M abgebildet (BR 406 der DBAG). Der Unterschied zum "normalen" ICE 3 sind dass fast jeder Wagen ein Stromabnehmer hat und der jeweils 2. Wagen am Ende nur ein Einstiegraum, um die zusätzliche Ausrüstung für die Mehrsystemsteuerung zu haben.
Viele Grüße aus München Meinhard (MK 69) und Toleranz ist Trumpf!

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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#929 Beitrag von BR189 »

Sorry, aber das ist devinitiv kein ICE-3M. Der 3M hat komische Kästen auf dem Dach und keine durch den ganzen Zug durchgezogene Dachhaube.
Das dürfte wirklich ein Velaro DE auf dem Bild (wenn nicht sogar ein ICE4, da passt aber die Fronten nicht)
Der Velaro DE (BR 407) ist zwar ein ICE3 (warum auch immer), aber kein normaler ICE3.
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Re: Schusterbahn am Abend, Teil 3

#930 Beitrag von Benny »

Hallo Meinhard,
wie Dennis schon schrieb, ist das ziemlich sicher keine BR 406, die hat in Stuttgart nämlich gar nichts zu suchen. Ich hatte wegen der eckigen Türfenster auch zuerst an einen ICE 4 gedacht, es gibt neben der nicht genau erkennbaren Kopfform noch andere Gründe, die dagegen sprechen: Zum einen sind die Fenster der Türen genauso hoch wie das Fensterband (beim ICE 4 sind sie höher). Zum anderen sind zwei Zugteile zu je acht Wagen zu sehen (vom ersten Zugteil sieht man nur ein Ende). Den ICE 4 gibt es in verschiedenen Längen (7 bis 12 Wagen), aber nicht mit acht Wagen. Und da die siebenteiligen ICE 4 wohl gerade heute (was für ein Zufall) das erste Mal zum Einsatz kamen, habe ich bisher noch keine gekuppelten ICE 4 gesehen.

___________________________________________________

Nach ein paar Minuten Warten betrat der "Salzzug" Richtung Filstal die Bühne:
Bild Bild 13

Zwischendrin gab's noch ein Bild von einer 101, die einen IC über den Neckar nach München schiebt:
Bild Bild 14
Im Hintergrund dominiert der erst Mitte des Jahres außer Betrieb genommene Gaskessel in Stuttgart-Gaisburg die Szene. Auch das weiter links sichtbaren Heizkraftwerk mit den beiden Schornsteinen ist seit kurzem nicht mehr in Betrieb.

Vor der Kulisse des Gaskessels passierte auch diese S-Bahn den Neckar:
Bild Bild 15

Ebenso wie diese beiden dreiteiligen Abellio-Hamster, die auf dem Weg nach Tübingen sein dürften:
Bild Bild 16


Ohne Zoom ist das Handy zum Filmen auf diese Entfernung ziemlich nutzlos. Aber so ein Handy eignet sich auch noch für andere Dinge, zum Beispiel zum Telefonieren. So nutzte ich die Wartezeit auf den nächsten Güterzug auf dem König-Wilhelm-Viadukt, indem ich mal wieder zu Hause in Eningen anrief. Wenn man mit der linken Hand das Handy ans Ohr hält, kann man mit der rechten Hand immer noch fotografieren :-)

Knapp zwanzig Minuten nach dem vorherigen Güterzug wurde das Viadukt endlich mal in der "richtigen" Richtung befahren:
Bild Bild 17
Neben ein paar unbeladenen Taschenwagen hinter der Lok befinden sich noch einige Auflieger und Wechselbrücken der Spedition Große-Vehne sowie einige Großraum-Planenwagen im Zug.

So langsam aber sicher sank die Sonne tiefer. Um kurz vor acht lag die Rosensteinbrücke (ebenso wie die für Stuttgart 21 neugebaute Neckarbrücke davor) schon im Schatten, als noch ein IC2 aus Nürnberg darüberrollte:
Bild Bild 18

Kurz darauf rollte es auch nochmal auf dem König-Wilhelm-Viadukt, eine rote Lok (die Loknummer kann ich euch leider nicht nennen) fuhr mit einem gemischten Güterzug Richtung Kornwestheim. Eigentlich wollte ich die Lok wieder wie auf Bild 17 links von den braunen Schornsteinen "platzieren", damit rechts mehr vom Zug zu sehen ist. An der geplanten Stelle war aber auf einmal ein dicker Schatten aufgetaucht. Zum Glück habe ich auch vorher schon abgedrückt, so kann ich euch dieses Bild präsentieren:
Bild Bild 19

Auch hier ist zu sehen, dass die Schatten schon bis fast an die Brücke heranreichen. Deshalb wartete ich nicht noch länger, sondern machte mich auf den Nachhauseweg.

Viele Grüße
Benny
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revilo
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Re: Reale Bahnbilder von Benny

#931 Beitrag von revilo »

Morgen Benny,
und Grüß Gott an alle anderen, ich bin die Person ( *Oli*) die ab und zu Benny auf Touren begleitet, und, damit er mich alten Herren (50++) nicht mit dem Rolli durch die Landschaft schieben muß fahre ich selber Rad oder wandere. Mein Hobby ist - wer hätte es gedacht - die Eisenbahn.
Die Bilder die Benny zeigt sind nicht nur hervorragend fotografiert sondern auch mit informativen Texten versehen, eine Rarität in der Welt des www!

Gruß an alle Eisenbahnverrückten!

Oli

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