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BeitragVerfasst: So 16. Apr 2017, 20:49 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

es freut mich, dass diese Geschicht gut ankommt. Ich habe fast ein Jahr an dieser Anlage gebaut und dabei alles an Fakten aus dem
Umfeld gesammelt, was ich bekommen konnte.

Dass die Deutsche Bahn nun mit einem Bus durch die enge Straße in Neudorf/Martinsthal fährt, war richtig geraten.
Mir scheint der Bus sogar breiter als die Straßenbahn zu sein und die Platzverhältnisse damit noch beengter als früher.
Auch kann der Fahrer an dieser Engstelle nicht sehen, was ihm hinter der Kurve entgegen kommt.
Bild

Hier sehen wir die gleiche Kurve von der anderen Seite
Bild

und hier unseren Dampfzug an dieser Stelle.
Bild

In den beiden letzten Bilder sehen wir in der rechten Häuserreihe ein kleines nur einstöckiges Gebäude.
Dieses war früher das Stationsgebäude unserer Straßenbahn. Die Bahn hielt aber nicht in dieser engen Straße
sondern einige Meter weiter auf dem Marktplatz, den ich euch morgen zeige.

Hier das Stationsgebäude noch einmal größer:
Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Mo 17. Apr 2017, 10:11 
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Oberbetriebsmeister

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Sehr schöne Anlagenbilder! :D - War es nicht möglich den Scheitelpunkt der Steigung zu runden?

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BeitragVerfasst: Mo 17. Apr 2017, 16:31 
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Oberwerkmeister

Registriert: Mi 4. Dez 2013, 01:46
Beiträge: 746
Hallo P.I. Ranha,

da hast du durch sehr genaues Hinschauen tatsächlich den kritischten Punkt gefunden. Ich habe einige abrupte Neigungswechsel mit 2 Grad Wechsel eingebaut, da mir ein Ruck beim drüberfahren lieber ist als viele kleine, und man sanfte Neigungswechsel, weil sie mit Kurven verbunden sein müssen, nur in Fantasieanlagen einbauen kann.
Hier an dieser Stelle gingen aber 3 Grad Steigung in 3 Grad Gefälle über. Dies ist in der Tat zuviel. Ich habe nun ein kurzes ebenes Stück eingefügt und ich finde es so auch viel besser.
Bild


Hier sehen wir nun den realen Marktplatz
Bild

und hier meinen Nachbau.
Bild
Da der Ort am Hang liegt, stehen die Gebäude links etwas erhöht.

Die geradeaus führende Strasse ist noch schmaler als diejenige, die wir in den vorausgehenden Bildern sahen.
Da man nur wenig Platz hatte, baute man Neudorf dicht am dort führenden Weg nach Schlangenbad ohne zu wissen, dass man künftigen Generationen damit gewaltige Verkehrsprobleme hinterließ.
Jedes Fahrzeug von Niederwalluf oder Eltville Richtung Schlangenbad und weiter in den Taunus musste durch diese schmale Gasse, in der sich zwei Fuhrwerke nicht begegnen konnten. Als man dann die Straßenbahn baute, war das Chaos vollkommen, mussten doch Fuhrwerke, wenn die Bahn auftauchte, zurücksetzen (und bei Pferden funktioniert der Rückwärtsgang nicht gut).
Erst nach dem Krieg wurde eine Umgehungsstraße um dieses Hindernis gebaut.

Das Weinhaus zur Krone wurde 1528 als Rathaus erbaut. Wie man auf alten Bildern sehen kann, war das schöne Fachwerk zu den Zeiten unserer Bahn hinter Putz verschwunden und wurde erst später wieder frei gelegt.
Der Baum auf dem Platz wurde wohl erst in neuerer Zeit gepflanzt. Auch das Denkmal des Stehkragenwinzers kam wohl erst später auf den Brunnen. Man erzählt, dass die Winzer so stolz waren, dass sie vornehm mit einem Stehkragen gekleidet zur Arbeit in den Weinberg zogen und ihn erst dort abnahmen, weil er bei der Arbeit doch sehr hinderlich war.
Bild

Hier mein Nachbau
Bild

Hier ist unsere Straßenbahn nun am Markt angekommen
Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Mo 17. Apr 2017, 18:47 
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Oberbetriebsmeister

Registriert: So 30. Dez 2012, 14:02
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Deine Anpassung verbessert den Gesamteindruck der kritischen Stelle doch wesentlich wie ich finde. Auch die neuen Bilder beweisen Deine meisterlichen Anlagenbaukünste. Ich hoffe, die Strecke erlaubt Dir noch viele Bilder zu zeigen. :D :daho

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BeitragVerfasst: Di 18. Apr 2017, 21:35 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

obwohl wir bereits etwa die Hälfte der Strecke gesehen haben, könnt ihr euch noch auf viele weitere Bilder freuen.

Die Hauptstraße in Neudorf ist nicht nur schmal und krumm, sondern auch noch relativ steil ansteigend.
Obwohl die Anwohner durch die kleine Bahn mit der großen weiten Welt verbunden waren, sollen sie nicht
sehr erfreut gewesen sein, dass ständig das qualmende Ungeheuer vor ihren Fenstern vorbei rumpelte.
Zur Warnung des Straßenverkehrs musste hier ein Bediensteter dem Zug vorangehen. Hier sehen wir 3 Bilder
aus dieser Straße.
Bild

Bild

Bild

Am oberen Ender der Straße gibt es dieses markante Gebäude
Bild

und sein Nebengebäude.
Bild

Ein ähnliches Ensemble wollte ich gerne auch auf meiner Anlage haben.
Für das Hotel nahm ich ein gelbes Reihenhaus, setzte es auf einen Sockel aus
Bruchsteinmauer und setzte aus den Ostkreuz-Vorsatzmodulen die Weinstube und eine Treppe
aus dem Treppenbausatz vor das Haus. Vor die Seitenwand kamen noch 2 Vorsatzfenster.
Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:
Bild

Das dem Gebäude daneben ähnlichste Haus ist das W-1a Haus. Es erhielt einen Sockel aus Ziegelsteinmauer,
der oben durch eine Pflasterplatte geschlossen und mit einem Geländer versehen wurde. Die Tür ist eine
Zollinger Tür und dann kam noch eine Freitreppe vor den Sockel.
Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Mi 19. Apr 2017, 19:39 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

hier erreichen wir nun die Haltestelle Rauenthal. Der oben auf dem Berg liegende Ort Rauenthal war von hier aus über eine steinige und steile Chaussee zu erreichen. Die heutige auch an dieser Stelle abzweigende Straße ist weniger steil, weil sie noch eine große Schleife macht, die alte Chaussee besteht noch als Wanderweg. Dass Rauenthal entgegen seinem Namen auf dem Berg liegt, soll daher kommen, dass es ursprünglich "am rauhen Thal" hieß. Es liegt in der Tat so hoch, dass die zahlreichen dort wohnenden Winzer in ihre Weinberge hinabsteigen müssen.
Bild

Bild

Hier habe ich den in der Haltestelle haltenden Zug so fotografiert, wie man ihn auf dem Titelbild von Lothar Riedels Buch "Die schmalspurige Dampfstraßenbahn Eltville-Schlangenbad" im Original bewundern kann. Wenn ihr im Netz nach diesem Buch sucht, werdet ihr das Bild, das ich hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht zeigen möchte, finden.
Bild


Zu den Ausweichstellen unserer Bahn:
In Lothar Riedels Buch gibt es einen Gleisplan, der nur hinter der nächsten Haltestelle (Kloster Tiefenthal), die wir hier noch nicht gesehen haben, eine Ausweichstelle aufweist. Jedoch gibt es im Text einen Hinweis auf die Ausweichstelle am Markt in Neudorf (die ihr schon sehen konntet) und diese ist auch in einem Bild erkennbar. Der im Buch abgedruckte Sommerfahrplan von 1895, in dem es sonntags einen Betrieb mit 2 Personenzügen gab, weist die Haltestelle Rauenthal als Kreuzungshalt aus. Auf dem Titelbild des Buches kann man allerdings kein zweites Gleis an dieser Stelle erkennen. Wahrscheinlich, weil der Zug gerade auf der Weiche steht und das Bild hinter dem Zug so unscharf ist, dass man keine Schienen mehr erkennen kann.


Anmerkung zu den Schienen und zum Straßenpflaster:
Im Buch gibt es einen Hinweis, dass die Straßen außerhalb der Ortschaften zum Teil nur Schotterstraßen waren. Gerade hier auf dem Buchtitelbild, ist die Straße aber gepflastert. Ich nehme daher an, dass bis 1930 alle von unserer Bahn befahrenen Straßen gepflaster waren, und habe daher nur Rillenschienen verwendet. Auf einer Schotterstraße würden diese nicht so gut passen, weil dann immer Steine in die Rille fallen würden.

Heute sieht es hier nicht mehr ganz so romantisch aus.
Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Do 20. Apr 2017, 20:03 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP Freund,

nun nähern wir uns dem Kloster Tiefenthal.
Bild

Damit man besser versteht, was man hier sieht, zunächst einige Anmerkungen zur Geschichte;
(ausführlicher findet man sie im Netz, wenn man nach Kloster-Tiefenthal sucht)
Gegründet wurde es um 1151.
Bei der Säkularisation 1803 wurde den dort lebenden Nonnen das Kloster weggenommen.
(Bei der Säkularisation wurden die Adlige, die westlich des Rheins Besitztümer durch die Französische Revolution verloren hatten, großzügig aus dem Besitz der Kirche entschädigt)
Es heißt die letzte Äbtissin habe einen Fluch über das Kloster ausgesprochen, denn alle nachfolgenden Unternehmungen im Kloster scheiterten noch kurzer Zeit. Es bestanden dort nacheinander ein Armenasyl, eine Knochen- und Lumpenmühle, eine Papierfabrik, ein Tanzlokal und Kelterhaus, eine Bäckerei und Mühle, Kauf durch einen englischen Baron, der hoffte ein Priesterseminar zu errichten, woraus auch nichts wurde.
1881 schließlich kaufte die irische Adelige Mrs. Grainger das Kloster und ließ große bauliche Veränderungen vornehmen. Insbesondere der Bau an der Schlangenbader Straße, die sie dazu verlegen ließ, wurde im Stil eines englischen Herrenhauses vergrößert und erneuert. Sie bewohnte es mit ihrem Gatten seit 1890. Auch ihr erging es nicht gut. Sie litt an Schwindsucht, und engagierte zu ihrer Pflege die Ambulanzschwestern aus Eltville, die Armen Dienstmägde Jesu Christi. Ihre Tochter erlitt das selbe Schicksal und bestimmte in ihrem Testament, dass die Armen Dienstmägde Jesu Christi die Klosteranlage erben sollten. Nach ihrem Tod gründeten diese im Jahre 1898 dort wieder ein Kloster und richteten eine Haushaltsschule und ein Altersheim ein. Beides bestand zu der Zeit als unsere Bahn dort fuhr und sicher waren die Schwestern sehr dankbar, dass sie eine Haltestelle direkt vor dem Haus hatten.
1939 wurden die Schwestern von den Nazis vertrieben. Diese richteten dort eine Spionagestaffel ein, nach einer Bombardierung im Jahr 1945 brannte das Kloster bis auf die Grundmauern nieder.
1946 erhielten die Armen Dienstmägde Jesu Christi das Kloster zurück, mussten es aber komplett wieder neu aufbauen.

Daher sieht das Kloster jetzt etwas anders aus.
Bild

Geblieben sind aber die alten Bäume, die Mrs. Grainger im Garten pflanzen ließ.
Auf dem Bild sieht oben man den besonders prominente Mammutbaum unmittelbar am Gebäude,
Bild

und hier auf meiner Anlage. Ich weiß natürlich nicht wie groß er damals war, aber über 39 Jahre alt war er auch damals schon.
Bild

Hier die Haltestelle vor dem Kloster
Bild

und dieselbe Stelle heute
Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Fr 21. Apr 2017, 19:23 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

Schwester Dominique gießt gerade den Salat.
Bild

Beim Kloster beginnt der Wald des Taunus zunächst hier auf der rechten Seite
Bild

und nachdem das Ende des Klostergartens erreicht ist auf beiden Seiten.
Bild

Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Sa 22. Apr 2017, 19:58 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

da die Strecke durch den Wald eintönig ist, habe ich sie etwas abgekürzt und die Haltestelle Efenwerk, für die ohnehin das typische Gebäude in EEP nicht vorhanden ist, weggelassen.
Daher erreichen wir nun die Haltestelle Neumühle. Eine Haltestelle hatte diese Mühle wahrscheinlich nur deswegen, weil sie auch damals schon gastronomisch interessant war.
Bild

Hier die Mühle selbst, an dieser Stelle wechselt die Bahn die Straßenseite und hier gab es 1907 einen schlimmen Unfall mit umgefallenen Wagen, weil ein Zug zu schnell unterwegs war
Bild

und die reale Mühle. Markant sind die beiden Blutbuchen. Da die Blutbuchen in EEP nicht so gut aussehen, habe ich sie mit einem weiteren Baum gemischt.
Bild

Noch ein kleines Stück weiter erblicke wir auf meiner Anlage die Kirche von Rauenthal auf dem Berg
Bild

Hier die originale Kirche aus der Nähe.
Bild

Wie ich auf meinem letzten Besuch dort feststellen musste, ist die Geländeform allerdings so, dass man die Kirche von Rauenthal in der Realität nicht aus dem Wallufttal sehen sehen kann.

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Sa 22. Apr 2017, 20:06 
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Obertriebwagenführer
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Beiträge: 358
Wohnort: Schönbrunn
Guten Abend,
Meterfan, das ist eine wirklich schöne Geschichte. Es liest sich sehr flüssig und die Bilder sind einfach herrlich.
Danke, dass du diese Anlage mit uns teilst. :daho
Einen schönen Samstag noch
Abdu

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if __name__ == "__main__":
>version = input("Welche EEP-Version ist Dein?/n")
>if version == "6.1":
>>print("Gute Wahl")
>else:
>>print("Schon mal an 6.1 gedacht?")


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BeitragVerfasst: Mo 24. Apr 2017, 10:52 
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Oberbetriebsmeister

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Ein eisenbahntechnisches Schmankerl hast Du hier wieder auferstehen lassen, zur Freude aller Bildergucker. Für die gezeigten Bilder gibt es wie bisher die wohl verdiente Höchstnote der fünf goldenen Schwellennägel. :daho :D

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BeitragVerfasst: Mo 24. Apr 2017, 20:56 
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Oberwerkmeister

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Hallo liebe EEP-Freunde,

gerne teile ich Anlagen und Bildern mit euch. Ich baue zunächst für mich und stelle dann zum Schluss fest, dass es so schön aussieht, dass ich es unbedingt zeigen muss.

Kurz vor der Endstation Schlangenbad verlässt die Strecke die Straße und wird auf eigenem Gelände weitergeführt.
Bild

An dieser Stelle habe ich bei meinem Besuch einen Parkplatz mit dieser, mittlerweile auch schon wieder zerfallenen, Abgrenzung gefunden.
Hierbei handelt es sich offensichtlich um die originalen Schienen. Die Laschenschrauben ließen sich nicht mehr lösen, daher hat man die Laschen mit dem Schweißbrenner durchgebrannt.
Bild

Ein paar Meter weiter findet sich dieses Denkmal für unsere Straßenbahn. Ich hoffe es hat auch die originalen Schienen. Die Schwellen mussten natürlich für das Denkmal erneuert werden, da Holzschwellen nicht so lange halten. Ob unsere Bahn tatsächlich in den Genuss von Basaltschotter gekommen ist, halte ich für nicht so sicher, schließlich wurde sie schnell und billig gebaut. Allerdings finden sich auch im Weg neben dem Denkmal größere Steine, die vielleicht von der Bahn stammen. Die Befestigung der Schienen auf den Schwellen wurde mit Baumarktschrauben durchgeführt, diese sind jedenfalls nicht original. Ich habe auch die Spurweite nachgemessen, beim Denkmal ist sie 94 cm, original war sie aber 100 cm (gemessen zwischen den Innenkanten der Schienen).
Bild

Hier sehen wir das erste Bild der Endstation. Weitere folgen morgen. Da die Bahn einige hundert Meter vor dem Ort endete, musste das Hotelpersonal die Gäste abholen. Es gab schließlich noch keine Rollenkoffer. Die Benachrichtung, wann man ankam, hat man im allgemeinen mit einer Postkarte gegeben, reiche Leute vielleicht auch per Telegramm. Das ging damals, weil die Bahn noch "pünktlich wie die Eisenbahn" fuhr. Heutzutage müsste man unterwegs nochmal anrufen, dass es doch etwas später werde.
Bild

Obwohl wir hiermit das Ende der Strecke erreicht haben, werde noch viele weitere Bilder folgen.

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Di 25. Apr 2017, 18:15 
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Oberbetriebsmeister

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Meisterlich in Szene gesetzt! :daho :D

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BeitragVerfasst: Di 25. Apr 2017, 20:41 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

hier noch einige Bilder vom Bahnhof Schlangenbad.
Wie gestern ein zweites Bild mit Blickrichtung Eltville
Bild

und hier mit Blickrichtung Schlangenbad. Der Zug hat hier nur wenig Zeit und die Lok wurde bereits umgesetzt.
Glücklicherweise macht hier das Walluftal einen kleinen Knick nach rechts und etwa mit 90 Grad nach links zweigt das Tal des Warmen Baches ab, in dem die Kureinrichtungen liegen. Durch diese Konfiguration konnte ich die Anlage kurz hinter Schlangenbad begrenzen, ohne dass man sieht, dass die Anlage zu Ende ist.
Bild

Das Gebäude links am Ende des Bahnhofs ist das Kayserliche Post- und Telegrafenamt. Es hat als Wohnhaus bis heute überstanden. Hier sehen wir es im heutigen Zustand.
Bild

Hier auch noch ein reales Bild des Parkes hinter dem Bahnhof.
Bild

und im Modell
Bild

Den Turm auf dem Berg gab es früher nicht. Mit etwas verkleinerten Fichtenwaldkulissen ließ sich die Spitze sehr schön nachbauen.

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Mi 26. Apr 2017, 18:47 
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Oberbetriebsmeister

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Sehr attraktiv! Bald wird Dir nichts weiteres übrig bleiben als Dich mit der Videoaufnahme auseinanderzusetzen, denn eine Mitfahrt auf dieser Strecke kann ich mit nur als wundervoll vorstellen. :D Vom Meterfan zum Videofan! :lol1:

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BeitragVerfasst: Do 27. Apr 2017, 20:19 
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Oberwerkmeister

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Hallo P.I. Ranha,

da ich sehr detailliert baue, hat mein Computer Probleme ruckelfrei gleichzeitig die Anlage darzustellen und dann auch noch ein Video aufzuzeichnen.
Habe schon mal probiert einfach den Bildschirm abzufilmen, ist aber auch nicht ganz toll.

Liebe EEP-Freunde,

nach der langen Fahrt möchten wir nun auch noch den Ort Schlangenbad sehen.
Er besteht aus dem alten Ort im Tal des Wallufbaches hier rechts unterhalb des Bahnhofs
und dem Kurviertel im Tal des warmen Baches, das hinten nach links führt.
Die Durchgangsstraße hier neben dem Bahnhof führt zunächst nach links, macht eine Schleife und führt dann hinten am
Hang wieder ins Wallufttal.
Bild

Hier können wir das Unterdorf und hinten beim Auto die Durchgangsstraße sehen.
Bild

Gehen wir links um die Ecke kommen wir zum Kurpark.
Bild

Ich habe die Kirche und daneben zwei Hotels (es gibt in Wirklichkeit mehr) dargestellt.
Die Halle im Vordergrund ist das Thermalbad. In der Tat weiß ich nicht wie es 1930 aussah, heute gibt es an dieser Stelle eine große
Kurklinik in Betonoptik mit angeschlossenem kleinen Bad.
Glücklicherweise gibt es heutzutage eine Umgehungsstraße weit weg auf der anderen Seite des Walluftals.
Bild

Viele Grüße
Oska

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BeitragVerfasst: Do 27. Apr 2017, 20:43 
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Oberbetriebsmeister

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Dem wundervollen Ergebnis sieht man die Anstrengung im Detail an. Bei den entmutigenden Erfahrungen beim eigenen Bauen mit EEP, macht es mich immer wieder Stauen zu welch grossen, ansprechenden und überzeugenden Ergebnissen die geduldigen und erfahrenen Baumeister gelangen. Meine Hochachtung bei all den schon von Dir auch in anderen Fäden gezeigten Bildern :daho :D

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BeitragVerfasst: Mo 1. Mai 2017, 20:00 
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Oberwerkmeister

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Liebe EEP-Freunde,

an Ostern gab es auf unserer Bahn das seltene Ereignis, dass 2 Züge mit jeweils 3 Wagen fuhren.
Hier sehen wir den in Richtung Schlangenbad fahrenden Zug kurz vor Neudorf
Bild

und hier am Markt in Neudorf.
Bild

An der Haltestelle Rauenthal muss er auf den Gegenzug warten.
Bild

Hier kommt er.
Bild

Gleich geht es weiter.
Bild

Viele Grüße
Oskar

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BeitragVerfasst: Mo 1. Mai 2017, 20:16 
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Registriert: Mo 17. Dez 2012, 17:54
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Hallo Oskar,

ich habe erst jetzt bemerkt, dass ich deine Bilder bisher nur genossen habe.
Daher ist es Zeit, meinen Respekt auszusprechen. :daho

Ganz Toll :bond
Klaus

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BeitragVerfasst: Di 2. Mai 2017, 22:07 
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Oberwerkmeister

Registriert: Mi 4. Dez 2013, 01:46
Beiträge: 746
Liebe EEP-Freunde,

hier noch zwei Bilder vom abwärts fahrenden Zug
kurz vor Neudorf
Bild

und in der Hauptstraße von Neudorf
Bild

Inzwischen hat der aufwärts fahrende Zug das Kloster Tiefenthal erreicht
Bild

Hier fährt er an der Neumühle vorbei
Bild

und erreicht schließlich die Endstation Schlangenbad
Bild

Viele Grüße
Oskar

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